Von Hamburg nach Barcelona – Lauras kreativer Weg und ein Aufbruch an neue Ufer
Laura zieht es von Hamburg nach Barcelona. Im Talk erzählt sie von ihrem Weg durch Agenturen, die Herausforderungen des Packaging Design, Brandings und Weiterbildung in UX/UI. Ihr Weg in die Selbstständigkeit, kreative Routinen und dem Mut, neu anzufangen
14.01.2026 96 min
Zusammenfassung & Show Notes
Laura ist selbstständige Design Direktorin – und gerade ist sie von Hamburg nach Barcelona gezogen. Aber wie kommt man überhaupt an so einen Punkt? Und was ist davor alles passiert, damit man so einen Entschluss fasst?
Im Talk erzählt sie von ihrem Weg durch Agenturen, die Herausforderungen des Packaging Design, Brandings und Weiterbildung in UX/UI. Ihr Weg in die Selbstständigkeit, kreative Routinen und dem Mut, neu anzufangen.
In dieser Folge sprechen wir über Lauras beruflichen Weg: über ihre Anfänge im Packaging- und Brand Design, über Stationen in Agenturen, über das langsame Hineinwachsen in Verantwortung – und über den Moment, in dem klar wird, dass man sich weiterbewegen möchte. Weg von reiner Ausführung, hin zu mehr konzeptionellem Denken, digitalen Produkten und UX/UI.
Es geht um den echten Arbeitsalltag im Design: um Routinen, Fokus und Selbstorganisation, um die Herausforderungen der Selbstständigkeit und um die Frage, wie man Arbeit und Leben voneinander trennt, wenn beides ständig ineinandergreift. Laura teilt, was ihr hilft, produktiv und klar zu bleiben – und wo sie bewusst gegensteuert, wenn es zu viel wird.
Wir sprechen außerdem über den Wandel der Branche: über Feedbackkultur, über Veränderung und über den sinnvollen Einsatz von KI im Designprozess. Nicht als Ersatz für Kreativität, sondern als Werkzeug – und darüber, warum Intuition, Erfahrung und menschliche Entscheidungskraft trotzdem zentral bleiben.
Der Umzug nach Barcelona steht dabei sinnbildlich für vieles: für Neugier, für Weiterentwicklung und für den Mut, den eigenen Weg immer wieder neu zu justieren. Ein Gespräch über Arbeit, Gestaltung und die Frage, wie man als Designer:in langfristig zufrieden bleibt.
Bild Laura: Henrike Keßler
Im Talk erzählt sie von ihrem Weg durch Agenturen, die Herausforderungen des Packaging Design, Brandings und Weiterbildung in UX/UI. Ihr Weg in die Selbstständigkeit, kreative Routinen und dem Mut, neu anzufangen.
In dieser Folge sprechen wir über Lauras beruflichen Weg: über ihre Anfänge im Packaging- und Brand Design, über Stationen in Agenturen, über das langsame Hineinwachsen in Verantwortung – und über den Moment, in dem klar wird, dass man sich weiterbewegen möchte. Weg von reiner Ausführung, hin zu mehr konzeptionellem Denken, digitalen Produkten und UX/UI.
Es geht um den echten Arbeitsalltag im Design: um Routinen, Fokus und Selbstorganisation, um die Herausforderungen der Selbstständigkeit und um die Frage, wie man Arbeit und Leben voneinander trennt, wenn beides ständig ineinandergreift. Laura teilt, was ihr hilft, produktiv und klar zu bleiben – und wo sie bewusst gegensteuert, wenn es zu viel wird.
Wir sprechen außerdem über den Wandel der Branche: über Feedbackkultur, über Veränderung und über den sinnvollen Einsatz von KI im Designprozess. Nicht als Ersatz für Kreativität, sondern als Werkzeug – und darüber, warum Intuition, Erfahrung und menschliche Entscheidungskraft trotzdem zentral bleiben.
Der Umzug nach Barcelona steht dabei sinnbildlich für vieles: für Neugier, für Weiterentwicklung und für den Mut, den eigenen Weg immer wieder neu zu justieren. Ein Gespräch über Arbeit, Gestaltung und die Frage, wie man als Designer:in langfristig zufrieden bleibt.
Bild Laura: Henrike Keßler
Laura ist selbstständige Design Direktorin – und gerade ist sie von Hamburg nach Barcelona gezogen. Aber wie kommt man überhaupt an so einen Punkt? Und was ist davor alles passiert, damit man so einen Entschluss fasst?
Im Talk erzählt sie von ihrem Weg durch Agenturen, die Herausforderungen des Packaging Design, Brandings und Weiterbildung in UX/UI. Ihr Weg in die Selbstständigkeit, kreative Routinen und dem Mut, neu anzufangen.
In dieser Folge sprechen wir über Lauras beruflichen Weg: über ihre Anfänge im Packaging- und Brand Design, über Stationen in Agenturen, über das langsame Hineinwachsen in Verantwortung – und über den Moment, in dem klar wird, dass man sich weiterbewegen möchte. Weg von reiner Ausführung, hin zu mehr konzeptionellem Denken, digitalen Produkten und UX/UI.
Es geht um den echten Arbeitsalltag im Design: um Routinen, Fokus und Selbstorganisation, um die Herausforderungen der Selbstständigkeit und um die Frage, wie man Arbeit und Leben voneinander trennt, wenn beides ständig ineinandergreift. Laura teilt, was ihr hilft, produktiv und klar zu bleiben – und wo sie bewusst gegensteuert, wenn es zu viel wird.
Wir sprechen außerdem über den Wandel der Branche: über Feedbackkultur, über Veränderung und über den sinnvollen Einsatz von KI im Designprozess. Nicht als Ersatz für Kreativität, sondern als Werkzeug – und darüber, warum Intuition, Erfahrung und menschliche Entscheidungskraft trotzdem zentral bleiben.
Der Umzug nach Barcelona steht dabei sinnbildlich für vieles: für Neugier, für Weiterentwicklung und für den Mut, den eigenen Weg immer wieder neu zu justieren. Ein Gespräch über Arbeit, Gestaltung und die Frage, wie man als Designer:in langfristig zufrieden bleibt.
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Henrike Keßler
Im Talk erzählt sie von ihrem Weg durch Agenturen, die Herausforderungen des Packaging Design, Brandings und Weiterbildung in UX/UI. Ihr Weg in die Selbstständigkeit, kreative Routinen und dem Mut, neu anzufangen.
In dieser Folge sprechen wir über Lauras beruflichen Weg: über ihre Anfänge im Packaging- und Brand Design, über Stationen in Agenturen, über das langsame Hineinwachsen in Verantwortung – und über den Moment, in dem klar wird, dass man sich weiterbewegen möchte. Weg von reiner Ausführung, hin zu mehr konzeptionellem Denken, digitalen Produkten und UX/UI.
Es geht um den echten Arbeitsalltag im Design: um Routinen, Fokus und Selbstorganisation, um die Herausforderungen der Selbstständigkeit und um die Frage, wie man Arbeit und Leben voneinander trennt, wenn beides ständig ineinandergreift. Laura teilt, was ihr hilft, produktiv und klar zu bleiben – und wo sie bewusst gegensteuert, wenn es zu viel wird.
Wir sprechen außerdem über den Wandel der Branche: über Feedbackkultur, über Veränderung und über den sinnvollen Einsatz von KI im Designprozess. Nicht als Ersatz für Kreativität, sondern als Werkzeug – und darüber, warum Intuition, Erfahrung und menschliche Entscheidungskraft trotzdem zentral bleiben.
Der Umzug nach Barcelona steht dabei sinnbildlich für vieles: für Neugier, für Weiterentwicklung und für den Mut, den eigenen Weg immer wieder neu zu justieren. Ein Gespräch über Arbeit, Gestaltung und die Frage, wie man als Designer:in langfristig zufrieden bleibt.
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Transkript
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Kreativ Corner Podcasts.
Heute ist Laura zu Gast und Laura ist Design Direktorin hier in ihrem eigenen Studio und
hat nach Stationen im Packaging und Brand Design in und für Agenturen wie zum Beispiel
die Peter Schmidt Group, Brand Couture, Fischer Appelt und auch Meuer noch ein Studium im
UX/UI Design umgelegt.
Sie betreibt mit ihrer Schwester nicht nur den Weekly Creative Impulse Podcast, sondern
gibt ihr Wissen auch gerne in Workshops wie zum Beispiel für die Women of Rework Gruppe
weiter.
Derzeit zieht es sie tatsächlich vom nasskalten Hamburg Richtung dem schöneren Barcelona.
Herzlich willkommen Laura, freut mich, dass du Zeit hattest.
Vielen Dank, Stefan, für das tolle Intro.
Ich hoffe, das hat alles gut getroffen.
Perfekt, perfekt.
Sehr gut, das freut mich.
Ja, ich habe jetzt gerade angeteasert, es ist wahrscheinlich auch gerade in Hamburg nasskalt,
ne?
Gehe ich davon aus, oder?
Absolut, absolut.
Der Himmel ist grau und genau, das ist es auch schon, mehr gibt es nicht zu sehen.
Gut, dann, mein Benchmark ist immer, ob die wolkendeckende Struktur hat oder ob das einheitlich
grau ist.
Genau, einheitlich grau.
Absolut.
Dann haben wir dasselbe Wetter.
Ohne Struktur.
Ohne Struktur.
Das ist super.
Sehr gut.
Ich war ja schon froh, dass ihr, hattet ihr auch letzte Woche mal zwei schöne Tage, wo
Sonne geschieden hat oder war das für euch nicht vergönnt?
Letzte Woche war ich ja in Hannover, aber da gab es einmal Sonnenschein, glaube ich, aber
ich glaube, die ganze Zeit ähnlich.
Wir hatten glücklicherweise zwei Tage, wo man fast Sonne auf der Haut spüren konnte.
Oh, schön.
Es klingt jetzt wie Jammern auf hohem Niveau, aber manchmal, wenn man nichts mehr sieht.
Gut, andererseits, wir sind ja auch Designer*innen, wir sitzen ja eh auch viel drinnen und am
Schreibtisch.
Ja, stimmt.
Stimmt.
Um auch fast schon direkt ins Thema zu kommen, wir hatten eben schon ein Vorgespräch tatsächlich
und in dem Vorgespräch davor schon darüber geredet, du bist ursprünglich aus Hamburg,
das hast du ja gerade schon angedeutet, und dann nach Hamburg gezogen und jetzt ziehst
du quasi nach Barcelona um.
Genau.
Das ist aber auch schon eine krasse Entscheidung, dann von Hamburg runterzugehen.
Was hat dich dazu gebracht?
Absolut.
Diese Entscheidung habe ich auch, es klingt, also für viele glaube ich mein Umfeld klingt
es sehr spontan, ich wollte das aber schon immer machen.
Also schon während meiner Festanstellung, als ich mich immer wieder auf neue Jobs beworben
habe, habe ich mich zwischendurch sogar auch im Ausland beworben.
Da hatte ich ganz viele Vorstellungsgespräche auch in Barcelona und in Amsterdam.
Also ich hatte immer ein paar Städte im Kopf, wo ich dachte, Kreativstädte, die haben irgendwie
coole Agenturen, die sind alle irgendwie, machen cooles Zeug, da will ich hin, es hat
aber nicht geklappt.
Also ich war danach auch erstmal, boah Gott, Designer in Amsterdam und in Barcelona, die
sind auch alle krass und da bin ich noch gar nicht, irgendwie war das dann so.
Ich bin dann auch davon weggekommen, ich habe auch teilweise, muss man sagen natürlich
dann in der Anstellung, viel weniger Urlaubstage gehabt, also zusätzlich das kam auch noch
dazu.
Also die Konditionen waren auch sehr, sehr schlecht, wenn ich hätte wechseln können.
Ich hatte aber auch kein Angebot vor Liden und da habe ich es eingelassen und das ist
schon Jahre her.
Und jetzt bin ich ja mittlerweile schon über drei Jahre, also fast vier Jahre selbstständig
schon und bevor ich mich jetzt Sachen zuwende, wie irgendwie Agenturgründungen, Groß GmbH
oder sowas, ich bin noch Freelancer, Solo, selbstständig und ziemlich flexibel und das
liebe ich auch an meiner Solo-Selbstständigkeit.
Da habe ich entschieden, jetzt nochmal den Schritt zu machen, um ins Ausland zu gehen
und da ja nochmal ein paar Jahre zu leben und mal gucken, was passiert.
Genau.
Ich glaube, es ist eine gute Entscheidung, aus eigener Erfahrung und von dem, was man
von anderen Leuten hört.
Ja, aber ich finde, du sprichst schon mal einen guten Punkt, also einen wichtigen Punkt
auch an.
Den Eindruck habe ich halt auch, man ist ja auch, ich weiß nicht, wie es dir geht, aber
Instagram ist natürlich auch so ein Ding, wo man auch rumhängt, gerade als kreativer
Mensch, dass halt viele Sachen, auch von kleinen Studios aus Barcelona und aus Amsterdam,
einen sofort anspringen.
Geht dir das auch so, dass du so im Stream, hat man so Sachen und dann sagt man so, krass,
was ist das denn?
Ja, ja.
Und dann gucken sie das an und recherchieren so ein bisschen hinterher und dann ist es
halt so ein drei-, vier-, fünf-Personen-Studio aus Barcelona oder aus Burghurt oder so.
Total, total.
Das ist dir auch so begangen.
Immer.
Also ich glaube, immer alles, was man in der Hand hat, da will man ja wissen, wer hat
das gemacht und selber als kreativer denkt man ja, ich will auch mal so einen Job machen.
Also es ist ja immer, dass man sich auch danach sucht, also welche Kunden man mal bedienen
will, dass man auch seinen Stil ein bisschen ausleben kann, auf den man Bock hat und dafür
braucht man auch die richtigen Kunden und dazu hat man ja nicht immer die Möglichkeit.
Also ich meine, Agenturen versucht man sich ja auch meistens, also wenn man einen Job
sucht, die Agentur danach auszuwählen, dass man so die Kunden hat, auf die man Bock hat.
So sollte es ja eigentlich laufen im Grunde.
Was man dann wirklich auf dem Job, also später auf dem Tisch hat, ist ja dann nochmal die
andere Seite, dem deine, so, ja, aber ich finde gerade im Ausland gibt es richtig große
Unterschiede.
Da hat man, glaube ich, einfach nochmal andere Möglichkeiten oder die Leute, ja weiß ich
auch nicht, Supermärkte sehen anders aus, Museen, Eventbranche, alles sieht nochmal
einen Takt anders aus.
Machst du das auch, weil ich weiß, dass ich machs und ich weiß, dass das viele auch meinen.
Ich hab das irgendwann mal verlinkt in irgendwo drunter kommentiert und meinte irgendwie so,
ganz hoch, welcher Designer oder als Designer oder als Kreativer, wenn ich Sachen fotografiert
und ein eigenes Album hab, wo er die Sachen ablegt, die er entdeckt im Stadtbild, machst
du das auch?
Weil ich weiß, dass das viele machen, gerade im Ausland.
Witzig, ja, ich mach das auch, aber ich hab kein eigenes Album dafür.
Also du sagst, ich wünsche, ich hätt's mal gerne gemacht, bei mir ist es dann auch fotografiert
und irgendwie dann weg, das ist halt leider das Ding, wäre ich so sortiert und könnte
Inspiration sammeln und das dann auch direkt wieder nutzen, damit wäre ich, glaube ich,
dann einen Schritt weiter so, aber ja, aber trotzdem, ich mach ein Foto von allem, was
mich da so inspiriert, Reisen ist die Quelle, ja absolut.
Ich hoffe ja immer drauf, dass iOS, die bauen ja ständig irgendwie diese Fotos-App aus,
dass der viel mehr zuordnen kann, wo es aufgenommen ist, von wem es aufgenommen ist, in welchen
Blickrichtung, keine Ahnung, aber das letzte Mal kriegte ich so ein Album vorgeschlagen,
Sonnenuntergänge im Laufe der Jahre oder irgendwie sowas, also, ne, wurde da wirklich
nur, okay, deswegen hoffe ich immer drauf, dass die Logos und Plakate demnächst auch
als eigene Kategorie erkennen, von der Kategorie, so und direkt schon, ich mach das immer manuell
und das nimmt halt schon auch immer eine halbe Stunde in der Woche im Kauf so, wegsortieren.
Ja, ja, das wäre gut, wenn es das, die KI, abnehmen könnte.
Das stimmt, das stimmt, aber ich glaube, das mach ich mal zum Jahreswechsel, mal ein paar
Fotos aufräumen, die ist schade drum, weil das klingt eigentlich ganz cool, dass du
so eine Ordner hast.
Ich hab tatsächlich, der einzige Ordner, den ich wirklich regelmäßig dann befülle, ist
Logos.
Plakate, ja, müsste ich mal machen, aber das rutscht dann irgendwie durch, so, aber
das ist, gerade wenn man, finde ich, wenn man im Ausland ist, ist auch nochmal die Verwendung
von Typografie eine andere, als wir das gewohnt sind.
Stimmt.
So, wir hatten das ja auch schon im Vorgespräch so ein bisschen, hier ist man sehr schnell
ja auch immer, ne Brand ändert ihren Look oder das Logo und eine Minute später gehen
die Diskussionen los, warum das eine schlechte Idee ist.
Ja, ja, ja, ja, immer alles negativ.
Ja, ich mein, jüngstes Beispiel ja dieses Jaguar-Design, wo die ja wirklich das nur
so angeteasert haben und schon alle drüber hergefallen sind und ich so, na, vielleicht
warten wir doch mal ab, bis sie das komplett in Sylt haben.
Voll.
So, hattest du das damals gesehen, als die Tabula Rasa gemacht haben?
Ich hab.
Ja, oder so anderthalb.
Und ich hab's tatsächlich auch nur mitgekriegt, weil das so harsh kritisiert wurde sonst,
ne, muss ich echt sagen, dass ich manchmal oder jetzt zu Weihnachtszeit bin ich gar nicht
auf dem aktuellsten Stand, was wieder irgendwie geändert wird, aber ne, da durch und dann
hab ich mich da so ein bisschen mit befasst und dachte, okay, von der Strategie her macht
doch doch alles irgendwie Sinn und man weiß dann selber immer, wie das, ich find das manchmal
echt harsh, wie das kritisiert wird, weil wir, glaub ich, als Designer wissen halt auch,
wie der Umgang mit dem Kunden ist und wie viel, also das ist ja nicht von heut auf morgen,
dass so eine Entscheidung getroffen wird, da sitzen ja Strategien hinter, Designer, Geschäftsführer,
die so was über Jahre planen, so ein Relaunch, was dauert das für Jaguar, kann ich jetzt
auch gar nicht sagen, auf jeden Fall länger als ein Jahr, manchmal auch zwei oder drei
Jahre.
Da geh ich auch schwirrstens von aus, dass das kein Schnellschuss war.
Das ist ja nicht von heut auf morgen, wir ändern das und da sind so viele Gedanken
hinter, die man ja auch von außen gar nicht so wahrnehmen kann, dass man irgendwie sich
so schnell immer eine Meinung eigentlich dazu bilden kann, denk ich, ne, man kennt auch
die Unternehmensausrichtung nicht, so.
Genau.
Das ist das Ding.
Dass man in einem Tisch sitzt und auch in größeren Projektteams, wo viele Leute zusammensitzen,
dass das oft auch eine Konsensentscheidung ist und nicht unbedingt eine strategisch wahnsinnige,
also manchmal ist es auch eine Konsens, ja, das ist das Machbare.
Stimmt, stimmt.
Und das kommt ja auch noch so ein bisschen dazu.
Absolut.
Ja, ja, da finde ich das völlig recht, das ist halt, da denkt man, ich bin da auch manchmal
auch schnell mit und denke halt so, das sieht ja jetzt aber nicht so gut aus und dann denke
ich immer so, naja, du saßt ja nicht immer mit am Tisch, du weißt ja nicht, was da besprochen
worden ist und warum und wie lange das gedauert hat, so, ne, und je größer die Brand ist,
desto weniger ist, glaube ich, die Gefahr, dass die den Schnellschuss gemacht haben.
Ja, und ich glaube auch, ich meine, auf den ersten Blick habe ich auch gedacht, geschmacklich
ist es jetzt nicht so meins, ne, also wenn man jetzt mal so Autobrands anguckt, irgendwie
die VW-Logo findet man irgendwie cool, keine Ahnung, es hat so diesen Vibe und Jaguar war
richtig ungewohnt, das so zu sehen und die ja jetzt auch in Waltec, keine Ahnung, die
haben da jetzt nochmal, ich weiß ja nicht, was die, an was für Autos die gerade rumschrauben.
Ich habe, ich habe das Konzept, die haben zwei Autos vorgescheint oder eins oder sowas
auf dieser K-Messe, das sieht auch sehr futuristisch aus.
Crazy.
Das ist halt schon eher, also ich habe es dann bewusst recherchiert, weil ich es finden
sollte, aber da ist halt glaube ich wirklich so ein Ding, du kannst eine Klappe an der
Seite aufmachen und dann kommen so verschiedene Totems raus, also es klingt ein bisschen
crazy, so Totem-Items raus, die kannst du in die Konsole stecken und dann ändert sich
der Vibe in…
Is sie, okay, krass.
Also wie in so einem Spiel.
Ja, genau, das ist ein Snippet-Baby-Schnippet so, ne, und deswegen ist halt die Frage, ich
habe keine Ahnung, mal abwarten, ob das jetzt funktioniert oder nicht funktioniert,
aber ich glaube, bei vielen Autos, also ich bin überhaupt, ich habe mit Autoindustrie
nichts zu tun gehabt, außer, dass mein Opa Autohändler war und ich habe noch nicht mal
einen Führerschein, also mich interessiert das, außer aus ästhetischen Gründen interessieren
Autos nämlich gar nicht und selbst da kriegt man ja mit, dass die Autoindustrie generell
ein Problem hat und vielleicht haben sie sich auch einfach nur gesagt, bevor wir ein Riesenproblem
haben, machen wir doch einfach mal alles anders und gucken, ob das funktioniert, vielleicht
war es auch nur das.
Soll das Risiko eingehen.
Bevor niemand mehr Cola trinkt, stellen wir auf Limonade um oder so, ich weiß es nicht,
aber genau, das ist von außen halt leicht kritisiert, so, ne, und ich glaube, nur Architekten
sind schlimmer, Architekten, was so Kritik angeht an der eigenen Zunft, habe ich manchmal
den Eindruck.
Das stimmt, das stimmt.
Aber hast du das, wenn du Sachen bei LinkedIn postest, die du jetzt für Kunden gemacht
hast, für Kunden, dass du dann auch einen Kommentar drunter bekommst, der jenseits von,
finde ich nett, super gemacht oder toll, also diese Affirmative, sondern dass du hier
mal drunter schreibst, naja, also, der ist jetzt aber auch nicht neu erfunden, so diese
Standard-Kommentare.
Gott sei Dank nicht, also Gott sei Dank, weil das wäre mir auch unangenehm, ne, es ist
jetzt nicht so, dass ich, dass irgendwie negative Kommentare an mir so abperlen würden, weil
ich finde schon, wenn man sein Projekt irgendwie so durchgebracht hat und das dann präsentiert,
das ist auch schon was, gerade weil ich eben keine riesen Agentur bin, das heißt, das
wäre direktes Feedback an meine Arbeit, sag ich jetzt mal, ich hab das aber schon bei
Kollegen ganz häufig auch gelesen einfach und manchmal denke ich so, ach Mensch, also
manchmal sind das, also es kommt immer drauf an, wie dieses Feedback ist, weil manchmal
kannst du mit diesem Feedback ja einfach nichts anfangen, also würde dir jemand sagen, ah
Mensch, das Rad ist doch nicht neu erfunden oder irgendwie sowas, das ist ja nur was,
also damit kannst du ja auch nicht weiterarbeiten, also was sollst du dann damit mal anfangen,
also richtig konstruktive Kritik und ich finde nämlich, es ist ganz schwierig auch Kreativen
konstruktives Feedback so zu geben, ich finde das ist schwierig, also wenn du außerhalb
der Branche bist oder gar nicht so gut was zu sagen, weil viele einfach von ihrem Geschwack
entscheiden und ich glaube Menschen oder wir Menschen können gar nicht so stark das unterscheiden,
ist das jetzt mein Geschwack, das ist ja total psychologisch eigentlich, ne, also wenn ich
jetzt sage, ich mag irgendwie deine Logo Idee nicht, ist das jetzt ein Grund, das dem Kunden
trotzdem nicht vorzuschlagen, weil ich es nicht mag so, kenne ich aber den Kunden vielleicht
gut und seinen Geschmack, so da sind ja total viele menschliche Nuancen, die es benötigt
und dafür ist LinkedIn eigentlich zu nicht der richtige Kanal und manchmal um sowas
glaube ich zu diskutieren oder ich weiß auch nicht.
Ich habe es tatsächlich weniger bei LinkedIn immer berufen, sondern mehr auf Instagram,
wo halt dann Leute, die nicht um Fach sozusagen sind, hinkommen und man hat lange an einem
Relaunch gearbeitet und auch einen neuen Claim und alles drum und dran und ja, es ist so ein
bisschen das rote Ampelsyndrom a la Watzlawick, man sieht irgendwann nur noch die negativen
Kommentare und nicht aus einem positiven Gefühl, aber ich glaube, Stichwort auch da, Jaguar,
das Leute glaube ich nicht mögen ist Veränderung bei sowas, Stichwort Tradition, so manche
Sachen sind halt vielleicht auch nicht gut, aber aus handwerklichen Gesichtspunkten,
aber da fällt es glaube ich schwer, den Finger drauf zu legen, wenn man nicht vom Fach ist,
wie jemand, das glaube ich mein Lieblingsding ist immer, was soll ich denn jetzt darüber
erzählen, ob die Fliesen super gelegt sind, ich bin kein Fliesenleger, also da kann
ich nichts zu sagen, ob das jetzt handwerklich super gemacht ist, das ist nicht mein Job,
aber ich kann was dazu sagen, ob ein Logo irgendwo Probleme bekommt, die ich jetzt schon
sehe, weil die Räume nicht gut gesperrt sind oder der Flow nicht gut ist oder so halt,
aber das ist ja der Job und deswegen glaube ich, dass LinkedIn vielleicht noch der bessere
Ort ist, weil die eigene Bubble mehr da ist, nicht dass die eigene Bubble einem glaube
ich mehr beipflichtet, dass sie sieht, wo die Probleme sein könnten oder wo sie nicht
sind und nicht nur dieses ästhetische, was du eben meintest, mein Geschmack, wir alle
haben unseren Geschmack, also ich meine, man muss ja nur hinter mir gucken, du hast auch
ein Plakate, also alles, was dir einem umgibt, hat ja was mit Bedeutung und dem eigenen Geschmack
zu tun, für Konsumenten halt auch so.
Hast du schon mal Feedback bekommen auf LinkedIn, wo du später dachtest, okay, das nehme ich
mit diesen Kommentar?
Ja, tatsächlich, ja, tatsächlich, nicht auf LinkedIn, das war auf Twitter, ganz, ganz,
das ist schon, also Twitter noch nicht so verseucht war, ja, da kam wirklich was, da dachte ich,
also ich habe mich auch wirklich mal mit jemandem da ein bisschen angelegt, so, ich dachte,
nee, also da ging es um versalscharfes S und nicht versalscharfes S.
Okay.
Ja, da können wir jetzt lange darüber diskutieren, nur weil der deutsche Rat für Sprache sagt,
dass das okay ist, die DIN-Norm sagt immer noch, das ist ein Doppel S, und das hat auch
übrigens, wir müssen jetzt nicht anfangen, was Ligaturen und was Buchstaben sind, nicht
so, ne, ich meine, da habe ich ja drauf gesagt, das ist jetzt keine Lehrstunde und Anwendung
von Sprache, aber das ist schon richtig, was wir gemacht haben, so, und bei einem anderen
Fall war es tatsächlich so, das ist, das war okay, aber das hat einen handwerklichen Fehler,
der hätte nicht passieren dürfen.
Okay, verstehe, verstehe.
Der ist halt rausgegangen und der ist eben durchgerutscht, das hatte, das war wirklich
so eine Sache mit so, in kleineren Auflösungen war das eine Pixelsuppe, und das hätte auffallen
müssen.
So, jedem von uns, so, vor allem mir, sowas, aber das war noch die Phase, wo man nicht alles
so digital gemacht hat, sondern viel ausgetan hat, was dann kurz war und an der Wand hing.
So, und dann sah das immer gut aus und viel Bild sah das nicht mehr gut aus.
Okay, okay, ja, interessant, ja, okay, sowas ist dann nochmal so was, das ist sowas relativ
handfestes, was nicht so viel Interpretationsspielraum irgendwie bietet, ne, da kannst du sagen ja
oder nein.
Aber interessant, dass du diese typografische Teil nochmal angesprochen hast, weil ich glaube,
das ist nämlich auch sowas, was viel zur Diskussion ist.
Es gibt halt noch diese alte Typografenriege, die vielleicht, in was du jetzt auch von Architektur
kennst, eine sehr fast schon beamtische, ja, was ist, was genau ist zu dieser Lehre, die
so gelehrt wurde und was eben nicht und neue Designer sind, haben vielleicht nicht mehr
von diesen alten Schriftsetzern gelernt, so, weil, ne, es gibt ja auch diese Typografie,
was nun mal da seinen Ursprung hat und ich glaube, ganz viele lernen das nicht mehr aus
diesen Ursprüngen und ich glaube, dass es da auch immer Reibereien gibt und ich finde,
da gibt es manchmal, das ist jetzt nicht direkt damit zu tun, aber ich finde, genau solche
alten Grundsätze gibt es noch im Design.
Weil so ein Kommentar habe ich mal gelesen und das war aber, glaube ich, bei einer Kollegin
nicht bei mir und da wurde diskutiert, ne, das war, glaube ich, das war schon bei meinem
Beitrag, aber da hat sich irgendwie so eine Diskussion verselbstständigt, irgendwas, da
ging es eigentlich gar nicht mehr um, das ist alles so.
Irgendwas war da so.
Engage macht fast nichts mit dem eigenen Beitrag zu tun, das ist super.
Da ging eine Diskussion los und da ging das, dass Logos ja nur noch, Logos sind nur Logos,
wenn du sie mit dem Fuß in den Sand malen kannst, das war so ein krasses Statement und
ich finde, das hört man so häufig und ich denke, das ist auch langsam, also das ist
auch irgendwie Quatsch, ne, also welcher Sand irgendwie, wie sollen wir das alle irgendwie
erst mal an den Strand fahren und da reinmalen, so, man checkt die Idee, aber das auch als
Nicht-Logo-Designer als irgendwie als Maßstab zu nehmen, dafür ist dieses Thema Logo viel
zu groß, als dass du da noch, dass du das zu einer Diskussion beiträgst, irgendwie,
also manchmal liest man halt sowas und das nervt mich dann schon irgendwie, weil ich…
Tatsächlich, bei mir war es immer, ganz am Anfang, das muss auch auf einem Faxgut aussehen.
Wow, okay, okay.
Das war der Benchmark für, ob das noch wieder erkennbar ist, das muss auch auf einem
schlechten Faxgut aussehen.
Ha ha.
Ähnlich wie in zu kleinen Abständen sieht es auch nicht mehr gut aus auf dem Profilbild.
Ja, genau, und jetzt hat man vielleicht Profilbilder, wo man sagt, okay, der Avatar ist das Ding,
aber es ist ja auch meist manchmal, diese ganzen Logos, wir haben jetzt nicht mehr so
eine schlechte Bildschirm-Pixel-Qualität, wir haben ja überall Hochauflösend, das
heißt, in so mini-mini-kleinen muss es dann auch nicht mehr funktionieren und wir werden
auch jedem sagen, dass ein Logo jetzt auch nicht mehr in so klein abgebildet werden soll
oder auch mal ohne, dass du dein Logo mal vielleicht nicht verwendest, also die ganze
Thematik hat sich ja auch mittlerweile geändert.
Tatsächlich ja immer eine Riesendiskussion im Corporate-Design, ja wirklich halt, ne,
wie fein zisilliert ist es und wie, also ich plädiere immer nur noch für Leitplanken,
ich will keine 240-bändige, seitige CD-Manuals mehr lesen, oder am Ende als Farbwert Hex fehlt
oder so, das brauchen wir halt schon, ne, das ist schön, dass wir Rahl haben, aber wir
brauchen auch die Hex-Werte, das ist so, und das ist ja gerade wirklich so in den letzten
fünf Jahren krass, war das für dich so ein, um jetzt allzu tief ins Thema einzusteigen,
war das nicht auch so ein Schritt raus, du hast ja, während du da für die ganzen Agenturen,
entweder Innen-Agenturen oder für die Agenturen als Freelancerin gearbeitet hast, sowohl Package-Design
als auch Branding ja auch gemacht, aber war das so ein Shift für dich von dem Package-Ding,
wo man ja mit ganz anderen Drucksystemen hantiert, so einsläufig, und vielleicht auch mit bestrengten
Farbsystemen, weil man nur dann auf einmal in die glitzernde Welt des UX-Designs zu kommen
kann. Voll, ja, das, also von den Farben her absolut hat es für mich das vereinfacht,
weil ich muss sagen, ich glaube Druck, also ich liebe gut gedruckte Sachen, ne, also ich
glaube, das ist für uns alle irgendwie toll, wenn wir eine schöne Visitenkarte und irgendwie
tausend Prägungen und sowas sehen und ich liebe Veredelungen und alles, aber das ist
ja nicht die Realität im Packaging im Supermarkt, wo du dann irgendwie sagst, wir haben nur
zwei Farben oder so und dann musst du dir irgendwie entweder nennst du, von CYK darfst
du dir zwei aussuchen, keine Ahnung, und dann nehm ich Schwarz und Magenta und jetzt, genau,
du darfst machen, genau, du darfst kreativ sein und denkst, ja Mist, keine Ahnung, bleib
ich bei Schwarz-Weiß. Genau, und übrigens, das Papier, was wir ausgesucht haben, das
saugt auch stark, fliegt auch damit. Ja, genau, sowas, weil da hast du sowas mit zu tun und
ich glaube auch, was mich stört am Packaging, oder gerne, das ist auch meine eigene Sache,
aber du bist natürlich abhängig vom Druck, also du musst es ja immer schon ein bisschen
testen, also was du am PC machst, ist halt wirklich nicht das, was später bei rauskommt
und genau, das Papier macht es nochmal anders und das kannst du nicht so richtig steuern
und ich finde bei digitalem Design, wenn ich, gut, eine Website, man weiß auch jetzt nicht,
wenn man nicht alle Bildschirme irgendwie hat, aber wenn ich einen Link in Banner hier
mache, der sieht auch hier so aus, hat vielleicht jemand einen echt blöden Bildschirm oder
so und das sieht mal leicht anders aus, aber ist nicht mehr so doll, so, keine Ahnung.
Das ist vernachlässigbar glücklicherweise mittlerweile, aber schlecht gedruckt ist schlecht
gedruckt, ne, für manche. Ja. Jeder von uns liebt gut gedruckte Sachen und auch Papiere
und alles drum und dran und ich fand es auch früher immer super, beim Drucker zu sein
und sich die Sachen auch anzugucken und anzufühlen und was du meinst, mit Veredelung und dann
wird Gold aufgedruckt und nochmal später und mit Prägung und so. Alles top, kostet
natürlich auch alles viel Geld. Ja, ja, ja. Das ist aufwendig, also ich habe dieses Jahr
noch einmal einen Gewürzadventskalender gemacht und das, sonst mache ich keine Printprodukte
eigentlich mehr, so dolle, wirklich. Gar nicht, ne? Genau, jetzt aber einen Adventskalender
oder so, von einer langjährigen Kundin habe ich den übernommen und das war toll und ich
hatte den jetzt auch in den Händen und der sah echt gut aus, aber es war ein langer Weg
bis dahinten, also das war ein anstrengendes Projekt für mich auch wieder, nach langem
Mal wieder so print, weil man denkt halt immer, da ist auch nicht viel drauf, aber die Veredelung
und das so zu planen und das ist wirklich, da hängen ja noch, man muss mit den Produzenten
ja auch noch sprechen und da hängt ja noch ein bisschen mehr, dann wieder hinter, das
hatte ich schon alles wieder fest vergessen, wie das so uprollt. Ja, ja. Ja, ich, ja, das,
ich mache das ja auch über, also ich ja sowieso nicht mehr wirklich häufig, aber wenn man
dann wirklich mal von einem Kunden eine Anfrage bekommt, so ähnlich, ne, der dann sagt, hey,
wir haben jetzt eine Agentur, die kennt sich mit europäisch, also die machen Inch und
wir müssen das auf einen Zertimeter, ne, so, für englische Kunden könnt ihr das nicht
machen und dann kriegst du dann halt eine Zeichnung von so einem Pappkarton mit Einstecker
und so, das sieht aus wie ein Schnittbuster für ein Kleid, ich muss mich da nochmal dran
stellen und rein denken. Stimmt man da erst mal so, oh Gott, ich bin mir nicht sicher,
was das ist. Voll, ja, ja. Genau, und klar, wenn du das den ganzen Tag machst, ist das
völlig anders, aber modernere Zeiten erfordern auch andere rangehensweise. Das stimmt, das
stimmt. Ich, ich finde gut, also ein Freund von uns, der ist Gitarrenbauer, der macht
halt wirklich den ganzen Tag nichts anderes als genau solche Schnittzeichnungen, den
Rohling bearbeiten, den perfekten Rohling aussuchen, den man bearbeiten kann und so,
ne. Der beschäftigt sich den ganzen Tag mit dieser Craftsmanship, so zu sagen, ähnlich,
glaube ich, wie ein Drucker. So, ich glaube, das ist schon vielleicht auch befriedigend,
habe ich manchmal den Eindruck. Die wirken weniger gestresst manchmal, habe ich den Eindruck.
Kann sein, ne. Da muss man halt auch so fingerfertig sein, ne. Das benötigt es aber halt wahrscheinlich
auch diese Ruhe. Und das merke ich, ich habe ja auch, ich wollte mal, ich habe immer ganz
viele Geschenke bekommen, Stricken, Häkeln und so, dass man das mal macht. Ich habe aber
leider nicht die Geduld, um das durchzuziehen. Deswegen wäre auch so ein Beruf leider nichts
für mich geworden, weil ich hätte immer aufgehört bei der Hälfte und dann keine
Lust mehr. Ja, ich meine, also meine Zeichentalente sind seit dem ersten Power-Mac verkümmert.
Also, ich kann gerade, kannst du deine eigene Handschrift gut lesen, wenn du schnell was
notierst? Nee. Wir hätten jetzt ein Meeting und du nicht, ne. Gut, danke. Nein, nein,
nein. Also, ich kenne halt Leute, die pflegen, dass ihre eigene Handschrift dann auch so
lesbar zu halten und ich bin einfach nur so hauptsache notiert. Ja. Es geht mir auch
nur dabei, wenn man was notiert, dann merkt man sich das besser. Darum geht es ja. Genau.
Ja. Und Handschriftliches wissen wir alle aus allen Untersuchungen, besser als digital.
Und jetzt habe ich gerade eine clevere Bücke geschlagen, versucht jedenfalls. Unabsichtlich,
völlig unabhängig. Aber ich mache ja eigentlich immer am Anfang so eine kleine Fragerunde
mit ein paar Ja-Nein, wie auch immer, Ne, Ne sind mehr als Ja-Nein-Fragen. Die kannst
du beantworten, musst du aber nicht. Okay. Das heißt, du kannst auch weiter sagen, dann
stelle ich dir die nächste Frage. Also alles gut. Aber damit wird das auch so ein bisschen
berührt, nämlich das Feld jetzt, wie man mit Handwerkszeug umgeht. Verstehe. Ich suche
mal kurz eine Frage aus, die ein bisschen dazu passt. Welches ungewöhnliche Tool benutzt
du regelmäßig, was normalerweise nicht für alle Leute benutzt wird? Egal, ob digital
oder analog oder sonst irgendwie sowas. Egal was. Zum Arbeiten. Wie, wo du sagst, das muss
ich im Arbeitsprozess haben. Dass das nicht jeder braucht. Ungewöhnlich. Ich gucke gerade
auf meinem Schreibtisch. Ich glaube eher, ich bin, ich habe eine ergonomische Maus vielleicht.
Ja. Das sowas. Ach du hast so eine Hochkante? Ja. Krass. Da konnte ich mich nie mit anfreunden.
Vielleicht auch zum Hintergrund. Viele Designer legen sehr viel Wert auf Apple Produkte und
ich liebe auch meinen Apple Bildschirm und alles. Aber alles Accessoires, leider musste
ich irgendwann auf ergonomisch umschwinden. Hierfür reicht diese Maus zum Arbeiten über
längeren Zeitraum nicht. Also. Ja. Oder? Nee. Voll. Viele können ja einfach dann so flach,
weil ich hatte zu häufig Sehenscheidehautentzündungen. Arbeits, alle Arbeitsunfälle sind das ja nicht,
aber Arbeitskrankheiten, die man so hat. So. Das heißt, ich nehme, ja, brauche ergonomische
Geschichten. Und du kommst wirklich, also das war nicht so eine, so eine gedankliche Umgewöhnung
für dich. So Hand-Augen-Koordination. Mir ist es voll schwergefallen. Ich habe das auch
mal einen Tag lang probiert. Nee. Ich habe früher tatsächlich auch mit Wacom-Tablet,
das war das, was vorher da war. Und ich glaube, das ist, das war ähnlich, glaube ich, weil
ich habe nie mit dieser Maus richtig gut gearbeitet. Und dann habe ich vom Wacom-Tablet und vom
Wacom-Tablet bin ich nur gewechselt, weil ich momentan leider was verloren habe, einen Knopf,
den ich dafür brauche. Und das sind die Sachen, wenn ich etwas ändere, weil ich irgendwie,
da fehlt der Knopf. Eigentlich funktioniert es noch. Ich kaufe es nicht neu. Ich kann
aber nicht mehr davon achten. Okay, cool. Okay, das ist meine Logik. Hätte so ungefähr
gleich viel gekostet, aber ich möchte was Neues. Seitdem ist das Setup hier. Ja. Aber
nur so kommt man zu neuen Erfahrungen, auch was die Hand-Haltung angeht. Du hast recht,
wenn du eh schon mit dem Stift gewohnt bist, ist deine Hand-Haltung ja eh eher in der Richtung
gewesen. Stimmt. Ich habe mir tatsächlich die, ich glaube, das war auch eine Logitech,
ne? Genau, genau. Ich habe die flachere, also die so, mit den Multifunktions-Tasten.
Ah, wow. Habt ihr auch Multifunktions-Tasten? Nee, nee. Und ich nutze auch nicht so viele.
Aber auch, wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, die merkt automatisch, in welchem Programm
man ist und schaltet das um. Ach echt? Ja, du kannst ja andere Sachen in Photoshop einstellen,
wie in Premiere oder zum Browsen. Das ist schon super. Wow, das glaube ich. Auch das,
wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, das fällt mir schwer. Das glaube ich. Cool. So,
dass mir tatsächlich jetzt eine im Ausverkauf, also Ausverkauf, Rabatt übrigens noch, vor
unterwegs gekauft, obwohl die nicht so groß eigentlich ist. Aber das ist echt angenehm.
Ja. Ersehen der Entscheiden-Zündung ist leider auch so eine Berufskrankheit, ne? Ja, ja.
Deshalb immer schön Handgelenke stärken. Ja, auf jeden Fall. Und Handballenunterlage,
wenn man viel arbeiten muss. Das ist bei mir so. Stimmt. Ich brauche unbedingt was immer
hier drunter, sonst kriege ich hier oben Krämpfe in der Hand. Ja, ja, ja, stimmt. Das hast du
natürlich dann nicht, wenn du das damit machst, ne? Nee, nee, voll. Ist das wirklich für so viel
angenehmer? Also alle sagen das ja, aber ich mache jetzt, wenn du sagst, das ist so super.
Ja, ich glaube immer, ich habe wirklich schwache Handgelenke so, aber ich merke das schon. Also,
ich sitze auch nicht so auf ihrem Schreibtisch. In halbem Tag setze ich mich tatsächlich auch
aufs Sofa und bin am Laptop und bin dann auch häufig auch mal wieder in der Position und ich
merke das aber. Also, ich merke es in meinen Handgelenken immer und deswegen ist das eigentlich
besser. Also, ja. Du bist auch so eine Wechslerin der Arbeitsplätze, dass man nicht die ganze Zeit...
Ja, liebe ich. Ja, genau, ein Ruhentagen. Hast du dir einen Arbeitsplatz eingerichtet,
oder also den du hoch runter machen kannst, bist du so, ah, sehr gut, ja. Das ist aber auch so ein
neues Ding, ne? Also, das wirklich, ich habe das nämlich auch, weil ich arbeite, ich mache jetzt,
gerade stehe ich auch, ich mache sowas lieber, tatsächlich stehend, viele andere Sachen halt auch.
Okay, ich jetzt gerade stehe ich nicht, weil ich zappel zu viel oben einfach, deshalb muss ich mich
hinsetzen, gerade für so einen Podcast, aber ich mag das auch. Ich finde, wir sitzen zu viel am
Schreibtisch und ich finde, das ist manchmal so ein bisschen für so ein Meeting oder so wenigstens
mal stehen, das ist eigentlich besser, denke ich, halt immer für unsere Gesundheit und so. Ich
finde es gerade für Meetings, wo man halt nicht konzentriert arbeitet, also ist natürlich auch
konzentriert, aber wenn man freier redet, finde ich es viel besser, dann zu stehen. Stimmt. Dann ist
auch egal, wenn man mal aus dem Bild verschwindet oder so. Ich zappel leider auch rum. Ich gebe
ich Gude gar nicht zu. Aber krass, ja, das ist schon mal ein ungewöhnliches Tool. Daran schließt
sich auch die nächste Frage an, denn du schon sagst, du bist eh Solo-Selbstständige und du sagst,
du wechselst auch, trennst du strikt Arbeit und Privatleben so innerhalb des Tagesablaufs oder
verschwimmt das bei dir auch so ein bisschen mehr? Also, ich versuche es strikt zu trennen und bin
da auch phasenweise unglaublich gut drin. Also wirklich mit morgens an Schreibtisch, wenn ich
mein Kopfhörer drauf habe, dann wird mein, wird am Stück gearbeitet, aber es gibt immer wieder
Phasen, wo ich das nicht trennen kann. Da wird mal ein bisschen Haushalt gemacht, da sind Termine am
Nachmittag etc. oder mal gegessen zwischendurch. Das wechsle ich ab, aber ich versuche es eigentlich
immer strikt zu trennen und das ist immer so mein Ziel eigentlich auch. Aber es klappt halt nicht
immer, ne? Genau, aber da denke ich auch, da bin ich Gott sei Dank, also versuche ich entspannt mit mir
zu sein und nicht so streng, weil das sind auch die Freiheiten, die ich eigentlich auch genieße,
ne? Dass man da irgendwie Freiheiten hat. Aber ich merke natürlich in arbeitsintensiven Zeiten, das
ist besser. Also ich bin konzentrierter am Stück und ich finde das eigentlich besser auch mit dem
Feierabend. Also ich will mir zum Beispiel aktuell, arbeite ich daran, eine Feierabendroutide mehr zu
etablieren. Also wirklich mal zu sagen, jetzt ist Arbeit Ende und sobald ich in die Küche gehe und
mein Abendessen zubereite, ist das auch mal Schluss, weil ich finde, das ist das Schwierige daran. Also
tagsüber kann man das irgendwie switchen, aber ich finde abends sollte dann echt mal Arbeit, was du
getan hast, hast du getan und das ist doch gut so, aber nicht noch abends. Also ich hab manchmal die
Angewohnheit, dann abends auf dem Sofa dann doch nochmal die Laptop aufzuklappen, weil mir das noch
eingefallen ist und das so. Und das muss ja nicht immer sein, dass du auch mal Feierabend hast. Und
das fällt mir manchmal schwer. Ich weiß nicht, wie das bei dir so ist. Kannst du da gut immer
ein Ende ziehen. Mir fällt das unglaublich schwer. Gar nicht aus Verantwortungsbewusstsein. Das wäre
jetzt eigentlich so meine nächste Frage gewesen, weil ich kenne Leute, die neigen dann dazu und
sagen, naja, ein Projekt, ich check noch mal die E-Mails. So, machst du das dann auch mit den
E-Mails? Oder sagst du, auch da strikt mache ich nicht? Tatsächlich bei E-Mails versuche ich ab 17,
18 Uhr gucke ich also gar nicht mehr. Genau, weil ich auch weiß, jeder Kunde, also da habe ich
echt strenge Regelungen für mich. Jeder Kunde dürfte das nicht mehr erwarten aus meiner Sicht nach
17 Uhr, wenn da jetzt noch eine Mail reinkommt, dass ich überhaupt antworte. Also kann es eh bis
zum nächsten Tag warten. Genau, da antworte ich eigentlich nicht mehr. So, ich versuche auch echt
nur ein bis zwei Mal am Tag auf etwas zu reagieren. Ah, das ist etwas, das nehme ich mir jetzt an einem
halben Jahr vorher, das klappt noch nicht so ganz. Ich sage dir aber auch, das ist besser, also mit
kleinen Kunden geht das auch besser als mit großen Kunden, wenn man viel mit Marketing-Abteilung,
glaube ich, zu tun hat. Ja. Ich kann mir vorstellen, dass das noch was anderes ist. Ja, auch das stimmt. Die neigen auch dazu, um 8 Uhr abends
mal eine Mail zu schreiben, weil denen gerade was eingefallen wird. Stimmt. Und kleinere Kunden sind
halt nicht, also die, die arbeiten auch manchmal Teilzeit oder so, weißt du, die sind auch gar nicht
selber zu erreichen den ganzen Tag. Ich habe eine Kundin, die könnte ich nicht mal telefonisch
erreichen. So, da müsste ich einen Termin machen, weißt du. Deshalb ist es so ein bisschen, genau. Klingt jetzt
wirklich dann aber auch entspannter, dass du das entspannter einhalten kannst. Deshalb, ich finde,
das ist nicht etwas, was man sich unbedingt aussuchen kann. Dafür braucht man schon spezielle Art von
Kunden, wirklich. Also ich denke, ganz viel ist das auch Disziplin und seine Grenze setzen,
aber ganz viel ist es nun mal auch, wenn du für einen Konzern arbeitest, der nun mal, wo das so schnell
alles gehen muss und auch häufiger mal um 20 Uhr nochmal was fertig werden muss, kannst du nicht immer
so sagen, ach, jetzt mache ich das nicht mehr, weil es wird irgendwie von dir erwartet, glaube ich.
Ja, das, ich würde sagen, vor 2020, ja, aus Grunden. Ja. Danach haben wir aber tatsächlich auch hier
innerhalb der Agentur genau die Entscheidung gefasst, dass Kunden, die sowas erwarten,
keinen Fit mehr für uns sind. Ach, cool. Cool. So, dass das eigentlich nicht funktioniert. So,
kann ich mal die Nummer von dir haben? Nee, kannst du nicht haben. Ah ja. Aber ich muss die,
den musst du nicht. So, ich glaube, da waren wir über ein halbes Jahr lang sehr strikt, was zu
einer anderen Kundenstruktur geführt hat. Cool. Aber jetzt auch ohne böses Blut oder so. Leute
sind anders und Firmen sind anders und Firmenkulturen sind anders und manche Sachen sind kein Match,
so, glaube ich. Deswegen würde ich sagen, wir haben nur noch genau da sehr nette Leute,
aber trotzdem ist das halt so, gerade jetzt, was du auch gerade gesagt hast so, manche Sachen
fallen einem einfach ein und dann schiebt man die weg im Sinne von, dann habe ich das schon mal los.
Ja. Es gibt jetzt glücklicherweise in mehreren Mailprogrammen und auch in Slack und sonst was die
Send-it-later-Funktion. Stimmt. Dann terminiere ich sowas halt auch vor für neun Uhr. Irgendwas
einfällt. Ich habe weniger das Problem mit den Mails abends, sondern ich kann abends besser denken,
ich weiß nicht, wie die das sagen. Ja, okay. Jetzt nicht so Nacht-Eule-Frühaufsteher-Zeug,
sondern wie ist das, wenn es ruhig ist? Okay. Ansonsten mag ich es, wenn es laut und lärmig
um mich herum ist, umso ruhiger werde ich. Aber wenn ich an Konzepten sitze oder in dein Intro
schreibe oder so oder Podcastkonzept mache oder Sachen überlege, dann mache ich das tatsächlich
auch eher abends. Das liegt meinem Rhythmus näher. Spannend, okay. Das muss auch nicht lange sein,
das muss auch nur eine Stunde sein oder nach einer Stunde oder so, solange es halt braucht. Und wie
immer wird aus einer halben Stunde mal schnell eine Stunde oder aus einer Stunde schnell eine halbe
Stunde. Das ist das halt. Das kollidiert manchmal so ein bisschen mit dem Freizeitverhalten. Ja,
stimmt. Aber das kann man, ich glaube, ich bin in den letzten Jahren entspannter damit geworden,
Dinge dann einfach nicht mehr zu machen. Ähnlich wie du, als ich in die Küche gehe,
gehe ich in die Küche, dann mache ich mir was zu essen. Für dich. Das war's. Dann gucke ich mir
nichts Berufliches auf dem iPad an, sondern ein Video oder höre einen Podcast oder aber dann noch
keinen beruflichen Podcast. Ja, stimmt. Und ich finde, das ist manchmal das, wo man sagt,
ich mache das zum Beispiel, wenn ich auf dem Spaziergang bin mit meinem Hund, dass ich manchmal
berufliche Podcasts noch höre und so. Es ist ja auch ein Interesse, es ist ja ein Rieseninteresse,
der eigene Beruf, deshalb. Aber manchmal ist das auch mein privater Spaziergang eigentlich,
wo ich Pause habe und dann kommen wieder Ideen und ich merke einfach, dass ich das steuern muss.
Und dann muss man irgendwann mal sagen, ich brauche eigentlich auch mal eine Stunde keinen Input und
daran arbeite ich noch extrem. Also ich will es strikter trennen einfach, weil ich weiß,
ich brauche mal Inputfreizeit. Und das ist wichtig. Gut, klar, diese Sickerungseffekte kennen wir ja
alle. Man beschäftigt sich mit Problemen wochenlang, dann geht man spazieren und dann kommt die Idee.
Also so einfach, weil das ist ja nicht, weil man so brillant ist, sondern weil einfach jetzt man in
einem anderen Gefilden ist und in einem anderen Rounding sozusagen und auf einmal, ich glaube,
wenn ich das so machen würde, dann würde es besser funktionieren. Geht dir das auch so,
dass dann, dass das eigentlich genau dann passiert. Und wenn man, also ich habe schon das Gefühl,
wenn ich beim Spazieren jeden Podcast höre oder Musik, ich glaube, da weniger passiert.
Dass ich, obwohl ich denke, ich beschäftige mich mit beruflichen Sachen, habe ich so,
wenn die Gedanken eher so raus aus dem Ding sind und eher das Gehirn von Vögeln, so ganz kitschig
jetzt eigentlich, aber ne. Stimmt. Dass sich dann Ideen mehr verfestigen. Ah, okay. Ja, ja. Doch,
doch. Ich weiß, was du meinst. Ja, das, aber ja, ja, voll. Man ist ja trotzdem auch in seiner
Gedankenwelt. Man ist ja trotzdem, man kann da aber auch mal alles durchdenken. Manchmal arbeitet
man ja so auch weiter. Man schaltet ja jetzt auch nicht immer unbedingt ab. Ich glaube,
auch da passiert total viel. Aber deshalb, man hat trotzdem nicht so eine Ablenkung irgendwie,
ne? Genau. So man kann sich auch mit was beschäftigen. Stimmt. Genau. Und ich finde,
finde selbst Musik oder sowas lenkt mich dann manchmal ab, habe ich den Eindruck. Ob das jetzt
keine wissenschaftliche Theorie ist. Ich mache jetzt ein Live-Coach-Business draus, ne Quatsch.
Das ist, das habe ich von vielen so in den ganzen Gesprächen nämlich so ein bisschen rausgehört,
dass denen das auch so ein bisschen manchmal so geht. Das ist eher so, dass das Ablenkung,
also gerade, wenn es so beruflich ist. Ach so, ja, das ist ja auch so eine Sache. Eigentlich
bestimmt dir auch dein Hund so ein bisschen den Tagesrhythmus dann, oder? Wenn der sich meldet,
er muss raus, dann muss er raus, oder? Voll, ja. Ich bin da ganz, auch morgens,
mittags, abends immer ähnliche Uhrzeiten. Ach echt? Ja. Okay. Ja, das strukturiert natürlich den
Tag auch nochmal schöner. Ja, ja, dann bist du, ja, ja, ja. Dann ist es halt auch nicht dieses
Freelancer-Ding, man könnte arbeiten. Also ich hasse ja diesen Spruch, wenn jemand sagt, ja,
ihr seid ja selbstständig, selbst und ständig. Naja, also. Das ist halt, wie man sich das
aufteilt und wie viel Geld man nochmal verdienen will, ne? Du bist halt, du kannst ja auch weniger
selbst sein oder ständig arbeiten. Ja. Das ist halt was. Aber man will halt, ja, das ist halt was. Und
ich glaube, man ist halt krass verheiratet mit seinem Job, so. Das ist einfach auch das, ne? Man
ist halt so drin, dass man gar nicht jetzt auch immer so viel davon los will, ne? Ne. Ist das bei
dir denn, also ist das nur eine Anschlussfrage, ist das keine, entweder kannst du dir jetzt nicht
swipen die Frage. Wenn du abends dann irgendwo hingehst, ne, ist es dann auch eher so ein, so ein,
das Kreativ-Ding, also wo du sagst so, ne Ausstellungseröffnung, WeWork, Women of WeWork
treffen oder ich gehe irgendwie in ein Film, Theaterstück, Konzert, Bosseva. Also was im
weitesten Sinne auch kreativ ist, machst du das auch eher dann, Freizeitverhalten oder sagst du,
ach weißt du, ich gehe einfach irgendwo hin und will jetzt erst mal in der Freizeit mit kein Input
haben, so. Ja. Halb, halb. Also wirklich auch Ausstellungen oder so, aber ich habe gemerkt,
so das ist aktuell gerade, da habe ich letztens mit davon gesprochen, dass wir beide irgendwie auch
gerade anstrengend. Es ist auch sehr viel, es kostet sich sehr viel Energie, so und ich fand jetzt
gerade irgendwie zum Winter war ich jetzt nicht so, ich habe glaube ich viel außerhalb Events,
die nichts mit meinem Job zu tun haben, besucht, damit ich nicht immer so weiter arbeite. Also ich
glaube ich hatte persönlich gerade so ein Ding ein bisschen mit meinen Grenzen und deswegen habe
ich versucht mich auch mal abzulenken und mal Arbeit, Arbeit sein zu lassen. Weil das Problem ist,
ich habe natürlich viele Kollegen, die Freunde sind auch, mit denen man sich trifft und mit denen man viel über die Arbeit redet.
Und dann kann man auch essen gehen und alles irgendwie schön machen, aber es geht viel um die
Arbeit und das ist schwierig, ne, jetzt wo du es gerade sagst, kann ich da sagen, dass ich da eine
krasse Trennung eben nicht, ich bin total verwoben in meinem Privatleben mit meiner Arbeit und ich
tausche mich auch extrem gerne aus, so. Deshalb so, ne, also bei mir geht es viel um die Arbeit. Da muss
ich sagen, da ist viel was Kreatives auch dann irgendwie dabei, aber ich mache nicht so krass viele
Aktivitäten, da sind viele Netzwerke-Events natürlich auch dabei, das nimmt auch total viel Zeit in Anspruch.
Ich bin manchmal ganz froh dann in so Settings zu sein, witzigerweise, deswegen komme ich auf die
Frage, hatten wir letztes Wochen auch darüber diskutiert, über Weihnachten. Natürlich interessiert
es einen Ausstellungen, sowas, keine Ahnung was, Kunstdirektor oder was, oder Museum und so. Das ist halt die
Bubble, in der man auch so ein bisschen ist, diese urbane Bubble. Ja, genau, stimmt. Und diese Kreativbubble,
aber trotzdem genieße ich es sehr oft, in Settings zu sein, wo niemand weiß, was ich mache. Ja, ja, ja.
Und dann irgendwie so, was machst du eigentlich? Ah, darf ich jetzt überhaupt nicht darüber reden?
Stimmt. Das ist doch nicht so ein geheimen Job halt, sondern einfach nur damit man nicht schon wieder eine
Vorstellungsrunde hier irgendwie machen muss. Genau, genau, jetzt spiel doch mal deinen Job und warum du das machst.
Also ungefähr unser Gespräch heute. Genau, das hat man dann immer schon. Stimmt und ich genieße total sowas,
dass jetzt, als ich im Urlaub bin, habe ich einen Kochkurs gemacht. Hier in Spanien habe ich in
Barcelona ein paar eher Kochkurs gemacht und da hat sich auch keiner vorgestellt, es gab keine
Vorstellungsrunde. Du hast die ganze Zeit deinen Sekt getrunken und du hast irgendwie deine Pfanne
bestückt, irgendwie deine Garnelen gebraten und warst total beschäftigt, irgendwie dein Zeug zu
machen und das finde ich ist eine richtig coole Aktivität. Du warst kopfmäßig komplett woanders.
Ja, genau. Mir war das gar nicht so bewusst, dass ich das vielleicht sogar absichtlich herbeiführe.
Stimmt, ne? Trotzdem interessiert einem natürlich die Ausstellungseröffnung. Aber du hast auch,
glaube ich, recht, dass das hat vielleicht auch was jetzt mit der Jahreszeit zu tun, aber irgendwie
oder mit der Stadt. Ich weiß es nicht, Hamburg ist halt nun ein bisschen mehr "more vibrant",
wie man so schön sagt. Nichts gegen Aachen, aber wir haben natürlich Maastricht, Lüttich und sowas
halt vor der Haustür mit großen kreativen Szenen und so, wo auch große Designkonferenzen stattfinden
und so. Designschulen und Architekturschulen, da ist natürlich ständig irgendwas. Also die Verlockung,
einfach mal 45 Kilometer zu fahren oder 30 Kilometer und dann zu sagen, oh, da gehe ich
halt hin, interessiert mich oder ein Konzert ab oder sowas und dann ist manchmal eher bewusst
auch zu sagen, ach, weißte, heute nicht mehr, bitte nicht. So geht es mir manchmal halt, ne?
Total. Sonst letzte Woche habe ich mich aufgefallen bei dem Gespräch, dass das
einigen Leuten so geht und das dann sagt, ich mag meinen Job, aber es ist jetzt auch mal schön,
irgendwo anders zu sein. Ja, irgendwas auch mal Schluss. Ja, du hast ja eben, glaube ich,
gesagt, dass man mit seinem Job so ein bisschen verheiratet ist. Würdest du das unterschreiben,
dass man, dieser alte Spruch, wenn man das macht, was man liebt oder arbeitet, was man liebt,
dann hat man keinen Tag gearbeitet. So weht die ungefähr so ein bisschen, ne? Ja, und ich würde
nämlich das nicht mehr unterschreiben wollen. Ich möchte das auch gar keinem, weil ich denke,
wie, ich weiß nicht, wie du das denkst, aber ich denke wirklich, als Designer habe ich das ja
gemacht. Ich hab ja meine, ich konnte ja nichts anderes irgendwie, Kunst, ich hatte ja Abi Kunst
irgendwie und Deutsch, sowas zu machen, keine Ahnung. Dann habe ich irgendwas Kreatives gemacht und für
viele meiner Freunde bin ich halt auch noch die Kreative, so ich, keine Ahnung, manchmal denke
ich auch, ich mache auch nur einen Schreibtisch-Job, so. Aber ich habe ja im Grunde verdiene ich mit
etwas Geld, was so, also nicht an diesem künstlerischen Dasein jetzt irgendwie ist,
aber ich mache, was ich liebe und trotzdem arbeite ich den ganzen Tag. Also es ist trotzdem auch
anstrengend und ich finde, es ist trotzdem Arbeit. Also alles, was an Geld, finde ich,
verknüpft ist und irgendwie so ein Handel ist, muss man, ist nicht nur Leidenschaft irgendwie.
Ja, es ist tatsächlich auch immer Zeit gegen Geld, das ist halt immer so, Kapitalismus ist
Kapitalismus. Es wäre schön, wenn es Ergebnis gegen Geld wäre, was ja neuerdings irgendwie
auch immer so das Thema ist. Stimmt. Trotzdem wollen Kunden Stunden-Kosten-Voranschläge haben,
also Hund-Tage bis Zeitklo. Ja, findest du, das hat sich bei dir, also das hat sich ja gerade so
ein bisschen angedeutet, dass das bei dir geändert hat, über die Selbstständigkeit oder hast du das
halt vorher schon der Agentur gedacht und dann deswegen auch so ein bisschen, du hast das glaube
ich nebenher gemacht, den UXUI-Studiengang? Genau, das habe ich neben der Festanstellung
auch angefangen gehabt. War das auch so ein Motivator für dich, zu sagen, ey, weißt du was,
das kann ich mir nicht vorstellen, ständig in und für Agenturen das zu machen, in dem Rat sozusagen.
Ja, das hatte auch nochmal unterschiedliche Gründe, also das Studium damals war ich von
Print auf UI, da ging das so ein bisschen los, das ist auch Job, also da hatte ich mich ja teilweise
auch immer beworben und da war ich selber in so einer Phase, wo ich immer dachte, was ist denn
jetzt der nächste Schritt, so. Ich hatte ja dann schon in diversen Agenturen irgendwie gearbeitet
und wenn man eben in der Stadt ist, dann kennt man eben schon diverse Agenturen und wenn ich dann
wechsle, ich hatte das ja auch schon mal erzählt, ich habe mal einen Job gewechselt und hatte denselben
Job, den damals ich in der Agentur angefangen habe, ich habe die Agentur gewechselt und dann
kamen die mit dem selben Briefing, wir wollen jetzt nochmal frischen Input auf mich zu und das hat sich
so wiederholt und ich dachte, ich sitze hier immer noch, die wissen das gar nicht, dass dieselbe
Person diesen Job eben immer noch mit frischem Input, dieser frische Wind, von dem immer alle
reden und ich dachte, ich kann den auch schon nicht mehr liefern, diesen frischen Input,
sondern wo soll ich das mir jetzt? Es weht jeder selbe Wind schon wieder so, deswegen dachte ich,
ich werde hier irre irgendwie und das war, UI war so Ausblick nochmal in eine andere Welt,
ich war immer schon so ein bisschen mich interessierender, total Technologieunternehmen
und deswegen wollte ich da so ein bisschen hin und die Frage war anfangs aber eigentlich,
was war nochmal die Frage? Ob das ein Motivator für dich gewesen ist zu sagen, ich muss jetzt
auch mal raus, genau das Ding und auch mal was anderes, also in einem anderen Skill sozusagen,
der zwar in einem selben Bereich grob angesiedelt ist, aber was eigentlich was völlig anderes ist,
weil gerade Packagingdesign und UX/UI-Design kann ja eigentlich weiter nicht fast auseinanderliegen,
so gegen was wir tun. Stimmt, ja und ich hatte, ich glaube, ich hatte Skills auch immer und ich
habe auch immer, also wenn ich das Gefühl hatte, ich kann nicht mehr, ich kann mich nicht mehr
weiterentwickeln, mir wird langweilig und nicht, dass ich nicht genug Arbeit zu tun habe, aber es
war immer sehr viel zu tun so, also ich hatte nie Langweile jetzt, weil wenig Arbeit auf der Arbeit
war, sondern eher, du hast immer dieselben Art von Designs gemacht, du hast dir eine bestimmte Art,
also ich habe damals Waschmittel viel gemacht, zum Beispiel Waschmittel, WC-Steine, Fleckenentferner,
diese ganze Geschichte, du musstest so eine bestimmte Designsprache immer wieder replizieren,
noch mal ein bisschen anders, mal gut verschiedene Blumendüfte, das ist immer, und dann gab es
Micellen, Water, irgendwie, du hast mal ein paar Bubbles, ein bisschen Glitzer und so, das war so
eine bestimmte Sprache und das ging irgendwie nicht weiter und da habe ich, ich habe was Neues gebraucht,
also entweder, ich war früher halt im Lebensmittel, also davor war ich in der Lebensmittelbranche, da
wollten die, dass ich mich auf Food spezialisiere, das wollte ich auch irgendwie alles nicht,
dann war ich da im angeblichen Beauty, habe aber eher halt Waschmittel gemacht, also ich
habe es so halb halb, ich wollte damals eigentlich Kosmetik machen, weil ich dachte, das ist das
große Tolle, weil ich da aber habe dann auch wieder gemerkt, dass ich da raus irgendwie will
und mit diesem Studium war es eher immer so das Öffnen von einem neuen Sektor, also dann habe ich
vielleicht Chancen mal in so einen Technologiebereich reinzukommen, was später ja auch möglicher war,
weil ich ja dann als Freelancer auch beim Moja war und so habe ich mir halt einfach immer mehr
Tür öffnen können, dass ich da mal reinschauen kann und ich finde mich ganz stark, eigentlich das
ist ja das Coole mit dem Design, du machst es zwar, aber du musst dich ja noch nicht entscheiden,
in welche Richtung, du kannst ja einfach überall arbeiten, wo du willst, so wenn du Bock hast auf
Finanzen, kannst du auch bei der Bank anleiten, als Kreativer, so oder für Banken, die stellen
ja auch kreativ ein, so das glaubt man ja gar nicht, so und das hätte man sich, also ich glaube,
als ich das studiert habe, hätte ich das ja gar nicht gedacht, ich dachte, oh Gott, ich muss jetzt
so einen kreativen Job machen, werde vielleicht auch nie viel Geld verdienen, weil ich bin ja
nur ein Kreativer, ich habe halt nicht Jurat, also ich fange keine Jurastudium an, wie es vielleicht
meine Kollegen getan haben, so und so ein bisschen war das ja. Ja, aber interessant, dass du das sagst,
das ist ja wirklich so, dass man, das ist so vielfältig, was man vielleicht von außen betrachtet
und auch wenn man nur mal irgendwo ein Praktikum oder Vorpraktikum gemacht hat, dann ist man ja
in einer Agentur, die vielleicht spezialisiert ist auf Packaging Design für Kosmetikmarken,
die machen vielleicht noch was anderes, so eine andere Richtung und dann denkt man,
das ist die ganze Welt, die ich jetzt vielleicht, also dann mache ich das halt, ist aber auch schon,
finde ich, eine krasse Entscheidung, dann auch zu sagen, hey, ich bringe mir jetzt,
ich möchte mehr in die Technologie-Ecke, also bringe ich mir etwas im Designsektor etwas
Technologisches bei, jetzt glaube ich, ist jetzt ein bisschen um die Ecke gedacht, aber das habe
ich gerade so ein bisschen rausgehört, dass das ja bei dir so der Ansatz war, ich bringe mir was
Technisches bei, wo kann ich eher für Technikunternehmen arbeiten. Also auch das ist ja eigentlich eher
bewusst raus aus diesem Beauty-Fast-Moving-Consumer-Goods, wie auch immer das alles heißt, hin zu
eher technischen Sachen, die können nicht anders funktionieren, die auch, die andere Bedürfnisse haben.
Total, die ich persönlich auch spannend finde und hin zu fast FMCG, ich kann das gar nicht lang aussprechen.
Genau, FMCG.
Ja, genau. Du hast eine bestimmte Reihenfolge an Personen, also du kennst ja dann meistens die
Branchen, also aus dem Marketing und so, die ja einen bestimmten Backgroundwissen haben und
sobald du an Technologie kommst, kommst du ja noch, genau, und du kennst wahrscheinlich
Druckereien und Produzenten viel und so. Und in der Technologiebranche hast du es ja anders,
da arbeitest du wahrscheinlich mit AppAdvice, also mit Developern halt viel zusammen und da hast du
noch mal andere Sektoren, die angrenzen und wenn du da natürlich dich durch so ein Studium oder durch
Weiterbildung einfach noch mal in andere Felder bewegst, kannst du diese Kommunikationskette halt
einfach noch mal besser verstehen, finde ich. Und als Designer hängst du ja immer zwischen den Seilen,
so du musst irgendwie mitreden können. Und ich finde, das ist eigentlich immer eine gute Sache,
die man eigentlich immer machen kann, weil so kann, so kann dir keiner vorwerfen, du machst ja nur
Ästhetik oder so, du befasst dich mit der kompletten Kette darum, so, also wenn du weißt, wie die
technische Umsetzung später sein wird, also es kann, in der Diskussion kann ich immer mitreden,
egal welche, welche Abteilung jetzt vielleicht da ist. Und das ist wichtig, denke ich, ja.
Ja, habe ich noch nie so wirklich tolle Nacken daraus, natürlich recht, dass dieses,
ich habe, ich habe es auch bei Web-Technologien irgendwie, weil ich, keine Ahnung, ich habe so
einen Computerfimmel, frag mich nicht warum. Und weil man sich ganz, ich habe auch ganz früh gesagt,
hey, Webseiten, wie geht das, was ist das? So, das wäre 98 glaube ich für unser Plattenlabel,
was wir damals hatten, glaube ich hatten wir die erste Webseite online, die konntest du nur
über Umwege, weil man ungefähr sich eine Minute Internet leisten konnte, unter abgeführt, konnte
man die mal sich mal angucken und hochladen, das war rein HTML mit ein paar Bildern und GIFs oder so,
oder GIFs, ja, der Gründer sagt, der Erfinder soll, das heißt GIF, habe ich letzte Woche gelernt,
sage ich jetzt auch mal so, GIF. Also ein bisschen so, was man heute hat, wie muss man für Google das
schmackhaft machen, damals war es eine technische Notwendigkeit, damit die Webseite überhaupt
über jemand ankam. Und da habe ich das auch ganz früh gesagt und habe natürlich darauf ein paar
Skills, die ich mit, nicht Skills, aber Wissen, die ich mit einbringen kann in Meetings, die mir
eigentlich nicht hingehören, die eigentlich auf der Tech-Seite sind. Und ich hatte das schon mal,
dass ein Kunde dann irgendwann sehr stark mich damit eingebunden hat, als in so einer
Beratungsleistung und ich so, das ist eigentlich nicht mein Ding, ich habe meine Privatsache,
das ist nicht so, ich traue mich nicht dafür Geld zu fragen, weil ich das eigentlich ja nicht wissen
dürfte und nur weil ich weiß, bitte nagel mich nicht drauf fest, so. Genau, in so einer Situation,
glaube ich, befindet man sich teilweise. Aber ich glaube auch, dass man ist es halt gewöhnt,
dass man halt lange etwas gelernt hat, um eine Aussage machen zu dürfen. Und das hat sich ja
jetzt vielleicht geändert, weil es Technologien gibt, die jetzt so kurz am Markt sind, dass da
eh ja keine, weil diese Experten, das fehlt ja einfach und dadurch vermischt sich das eh. Aber
du sagst so, es gibt ja einfach, wir kennen das doch so, Berufe, für die man so lange arbeiten
musste, dass man überhaupt da eine Meinung zu haben dürfte. Und jetzt verwischt sich das alles
irgendwie. Aber ich finde, sowas gehört dazu, ja. Ich finde das ja auch cool. Also ich will jetzt
überhaupt nicht sagen, dass das in irgendeiner Weise schlecht ist, wenn es sich immer weiter
beschleunigt. Das ist jetzt so ein bisschen eigentlich eine Frage, die natürlich über
allem schwäht, so diese ganze Karriere, das ist ja nun mal einfach jetzt das Ding. Hast du das so
in deinem Arbeitsablauf auch oder in bestimmten Workflows integriert oder sagst du halt einfach,
weißt du was, also jetzt egal ob schalterig oder ablauftechnisch oder schreib mir mal ein Skript
dafür, machen wir mal das, machen wir mal eine Vorakquise oder so oder Vorrecherche, benutzt du
das dafür in täglichen oder sagst du einfach, ach weißt du was, punktuell ja, aber nicht im
kompletten Workflow integriert. Mittlerweile fängt das jetzt bei mir an. Also ganz lange war
ich ein bisschen in Hektik, also auch bei mir standen die Schweißperlen auf dem Stirn und ich dachte
verdammt, alle machen irgendwie Mid Journey und ich mache es nicht, shit, aber ich habe es auch nicht
gecheckt. Also Mid Journey checke ich jetzt immer noch nicht so richtig. Leider hänge ich da ein
bisschen hin dran. Ja, aber dieses Discord-Ding ist auch wirklich sehr kompliziert. Also nicht
kompliziert, aber es ist auch wirklich nervig. Ja, man muss sich da reinarbeiten und ich sag so,
es ist leider noch nicht meine Zeit, ich werde bei Gelegenheit dann mal eintauchen. In anderen
Sachen aber, die für mich ein bisschen natürlicher sind, benutze ich das aber und das ist Photoshop
Retusche 1A. Also ich glaube dieses Ganze, please, please make more of the background und dann mit
meinem komischen Englisch auch, ne, make more background please, pack ich da rein und irgendwie,
weißt du, mach da einfach noch mehr. Wenn man sich vorstellt, was ich für Photocomposings machen
musste früher, für meine WC-Steine, die ich da gemacht habe etc., da habe ich ja Hasen gebaut,
die irgendwelche Skilpiste runterfahren und irgendwie Blumen in der Hand durch die Gegend werfen,
so Geschichten, so limited editions eben, da sind ja so verrückte Szenen und das hat ja mehrere Tage
gedauert. Da konnte ich ja manchmal, gab es eine Kundenfeedback, wir wollen, dass der Hase aber mehr
lächelt oder so, dann musste ich ja von dem anderen Shutterstockbild dieses Lächeln ausschneiden und
eben das da draufsetzen oder es irgendwie verformen oder irgendwas crazyes machen. Das ist ja jetzt
nicht mehr, es ist nicht mehr notwendig. Zum einen musste der andere, da musste die das Shutterstockbild
ja auch, also die mussten ja manchmal 20 Shutterstockbilder kaufen, genau, weil wir da irgendwie so einen
Frankenstein gebastelt haben und jetzt genau kann ich das da einfach eingeben und das ist ziemlich
schnell, das ist auch für, das ist so super KI-Anfänger freundlich, also auch mit schlechtem
Englisch oder ich kann ja auch eigentlich Deutsch, ich weiß nicht warum ich da KI immer Englisch gebe,
keine Ahnung. Ich mache auch immer Englisch, ich habe keine Ahnung warum. Man denkt irgendwie,
sprich in Englisch. Jetzt wurde es erwähnt, keine Ahnung warum. Warum macht man das eigentlich? Ja,
das ist auf jeden Fall was, was ich benutze und ChachiPT für alles Mögliche und gerade in der
Bildbearbeitung war letztens nämlich auch ein Thema, ich musste ein Bild raussuchen, das wurde
für eine Präsentation unbedingt gewollt, das war aber schlecht fotografiert, leider, es war auch
ein Shutterstockbild und ich habe nichts dergleichen gefunden und diese, man denkt ja gar nicht als
kreative, als kreativer, wie groß der Handteil ist manchmal an Zeit, die man benötigt, um
Shutterstockmaterial zu suchen. Das ist ja auch schlecht abzurechnen über Kunden, ich weiß ja
auch nicht, was man da erzählen soll, aber das ist ja schwierig, also so gutes Bildmaterial mal zu
finden und wenn man da mal einen ganzen Tag sucht, das ist möglich für das gute Motiv und das war
eins dieser Motive und weil das schlecht fotografiert ist, konnte ich das bei ChachiPT hochladen, ihm eine
Anleitung geben, er soll das bitte schärfer machen und ich konnte es über ihn direkt wieder
runterladen, wüsste ich auch gar nicht, dass das neu ist oder so. Das ist neu, ja. Ich habe dafür tatsächlich mal ein paar
spezialisierte Dienste benutzt, genau für sowas ähnliches, aber halt auch so ein bisschen, das war im
Fokus an der falschen Stelle ein bisschen und, also das war da nicht richtig im Fokus, das Surrounding
stimmte irgendwie nicht und das war sogar tatsächlich irgendwas, was der Kunde geliefert hatte und das
haben wir nämlich auch damit erst mal nicht, das war ein anderes Tool, Ideogramm oder irgendwas
anderes, damit gemacht und dann in Photoshop weiter retuschiert. Das ist ja ja, deswegen auch mal eine Frage
nach dem Workflow, ob man Videos integriert hast, weil jeder geht da gerade ja anders mit um. Klar,
Photoshop stimm ich dir hundertprozentig zu, diese Frankensteinmonster, die da irgendwie gebaut werden,
die sowieso aus 60 Einzelteilen zusammengetackert sind und jemand muss einen Tag lang irgendwas
absuchen. Ich meine, glücklicherweise gibt es heute das Internet, früher hat man das ja mit gedruckten
Katalogen gemacht, alle dem Obo-Katalog und einer DVD. Das war ja noch, das war noch schlimmer,
also nicht noch schlimmer, aber das war ja begrenzter. Also manchmal weiß ich gar nicht,
ob diese Option, die man dann auf einmal hatte, so gut war, damals musste man, also war das damals
TM, so Oper, TVP, aber da hat man halt diese zwei Lächelbilder gehabt und mit denen musste man
irgendwas machen, so übergängig. Und jetzt kann man halt wenigstens, dass die Optionen sind auch
nicht besser und dann hat man noch diese ganzen CC0-Paxels und was weiß ich, es gibt ja so
Millionen Datenbankengefüge gerade. Ich finde es dann auch besser, das Bild in Photoshop zu nehmen
und auch so was, wie diese ganze Stempellei, dass das weggefallen ist oder so. Gerade für diese
Routineaufgaben. Sortieren wir das mal vor. Hier ist meine Aufgabenliste. Schau doch mal und hier
ist mein Kalender. Ich kenne Leute, die benutzen das genau dafür. Das ist meine Tugendruckliste,
das ist meine Aufgabenliste, also mein Kalender. Schau mal und strukturiere mir das, dass ich auf
jeden Fall hinkomme und noch eine halbe Stunde Pause habe. Und solche Dinge, warum nicht? Ob
ich jetzt eine App benutze oder eine, also von der ich nicht weiß, was dahinter steckt. Total und das
mache ich halt viel. Überall da, wo glaube ich meine Skills nicht so gut sind und meine, ich habe
nicht so viele, also ich habe eher Schwierigkeiten bei der Textformulierung, Rechtschreibung, bla,
sowas kann ich gar nicht so gut. Und generell Texte strukturieren und dieses Überblick, sich
schnell einen Überblick zu verschaffen. Da kann mir halt die KI total viele Aufgaben abnehmen. Zum
Beispiel, was mir immer schwerfällt im Alltag ist zum Beispiel, mich auf die richtigen Aufgaben zu
fokussieren etc. Und ich habe schon ganz häufig mit JJBT Ziele formuliert, die angepasst so,
dass es für mich irgendwie ein bisschen, mach es mal so, dass es für mich ein bisschen mehr
Euphorie ausdrückt und so. Da kann dir ja einfach unglaublich viele dieser ganzen Methodiken da
durchgehen, so wie du halt eben Bock hast und dann deine Aufgaben priorisieren und dir auch mal so ein
Sechs-Monats-Plan irgendwie geben. Und ich finde, da ist halt für jeden da, wo kann dir das helfen,
wo du jetzt mehr effektiver wirst. Ich würde es jetzt eher noch nicht in der Logo-Entwicklung
einsetzen. Da wüsste ich jetzt immer noch nicht genau, wie man es genau machen sollte, weil ich
glaube, da ist es eben einfach noch zu schwer. Aber ich glaube, genau, diese anderen kleinen
Sachen, da gibt es so viel schon, was eben die KI für einen übernehmen kann, wo man selber halt
vielleicht so ein paar Schwächenhauch hat. Dann ist doch super, denke ich immer.
Eben, das finde ich, und vor allen Dingen, da sprichst du was Richtiges, finde ich an. Erkennt
die ganzen Modelle ja. Also das Wissen des Internets, er kennt die Pareto-Methode, Kanban,
was auch immer. Smart, irgendwas. Ich würde jetzt auch nicht hingehen. Darüber hatten wir
mal vor zwei, drei Wochen diskutiert, ob man wirklich so einen Bot schaffen könnte,
wo du die Antworten des Kunden reinwürfst und er, und jetzt wo sie aufs Internet ja auch noch,
also auf jetzt Internet alle zugreifen können, gleichzeitig auch noch die verschiedenen Kanäle
des Kunden nimmt, analysiert anhand bestimmter Modelle. Und es wäre schlimm, wenn das
funktionieren würde, weil dann fällt ein Großteil der Findung für einen Kunden ja
einfach auch weg. Ich glaube nicht, dass das funktioniert, weil vieles hat weniger mit
Modellen zu tun an der Stelle, sondern auch mit Intuition, wie man die Ergebnisse der
verschiedenen Modelle verknüpft. Also nicht Intuition, ist ja auch Erfahrung, wenn ich ehrlich
bin. Glaubst du, Intuition ist gleich Erfahrung? Ich glaube, es ist ein unheiliger Mischmasch oder
ein heiliger Mischmasch aus Talent, wie auch immer Talent definiert wird, also Spezialkennnisse,
die man einfach mitbekommen hat, aus welchen Gründen noch immer, und Erfahrung. Witzigerweise,
ich war auf dem Vortrag dazu und da sagt Intuition ist die eine menschliche Fähigkeit,
die immer noch nicht wissenschaftlich richtig erforscht und definiert ist. Also es gibt keinen
auf dieser Welt, der wirklich weiß, welche Stimme das eigentlich so in uns ist, die manchmal sagt,
wir machen jetzt das. Das finde ich krass, das finde ich super spannend und das ist nämlich der
Grund, was uns immer auch von KI unterscheiden würde, nämlich Intuition, und dass wir uns
darauf ein bisschen verlassen können. Und deshalb glaube ich gerade im Designbereich, wir machen
nämlich viel, auch wie viele Strategien immer sagen wollen, nein, nein, das basiert alles auf
Strategie, viel ist eben der Mensch und das werden wir nicht so schnell, oder was heißt nicht so
schnell, aber da wird es immer noch uns brauchen, da werden wir immer einen großen Teil auch machen
müssen, so, weißt du, dass wir das nicht alles komplett abgeben können, diesen Designbereich.
Ich glaube auch, dass das so sein wird, ich hoffe das ist so. Ich habe so viele dystopische
Science-Fiction-Romane gelesen, um nicht auf der Hut zu sein, vielleicht. Nee, aber klar,
du hast völlig recht, Intuition ist ja nicht erklärbar. Ich glaube, dass Intuition einfach
so ein evolutionäres Ding ist, was sich in uns herausgebildet hat. Ich meine, wir müssen
mathematisch, und auch eine Katze oder ein Hund muss sich mathematisch lösen, um auf allen vier
Pfoten aufzukommen und wir müssen nicht eine Gleichung lösen, um den Ball zu fangen, um die
Armbewegung vorher zu machen. Das muss eine KI noch. Das geht halt nur schneller, aber trotzdem
geht es bei uns noch schneller. Deswegen, ich glaube, ich vermute, ich vermute, ich vermute,
dass Intuition tatsächlich eher so eine Erfahrung ist. Ich schrecke mir jetzt die Segel und sage,
ich habe keine Ahnung. Meine Kommutung ist, es ist auch bei mir, ist Intuition viel mit Vorwissen
verknüpft. Weil ich Dinge weiß, die ich weiß und Erfahrungen mitbringe, die führen mich aber
intuitiv, ohne das Bewusst-über-Nachdenken, zu einem Ergebnis, was ich jemandem raten kann,
was wiederum dann zu einem erfolgreichen Modell führt. Krasse Definition. Ich verstehe. Ist jetzt
sehr weit ausmanövert, aber ich glaube, würdest du das sagen, dass Inspiration wirklich, also
Inspiration. Intuition meinst du? Nee, Inspiration und Intuition ist ja so ein bisschen genau dieses
Feld, wo alle bei KI sagen, das wird es niemals hinbekommen. Die können nicht, also kreativ können
sie natürlich sein, klar, aber inspirativ und intuitiv wird nicht funktionieren. Wie,
glaube ich, was wäre eben, man geht spazieren und nimmt alles auf und auf einmal verdichtet sich was
zu einer Idee, was über Wochen oder Tage geschmort hat, wie ein guter Schmorbraten oder so. Würdest
du das auch glauben, du würdest auch sagen, dass eine KI das nicht könnte? Ja. Ich meine, obwohl,
ich glaube, so was die alle, wenn die irgendwie, keine Ahnung, so krass sind, dass die das menschliche
Hirn dann doch irgendwie zu 100 Prozent replizieren könnten, aber letztendlich, wenn ich jetzt nur an
meinen, also an unsere Branche rede, für wen wir es so machen, obwohl, naja, man kann schon Menschen
ja auch jetzt schon so durch Werbung sowas steuern und so, ne. Es ist jetzt auch nicht immer so eine
krassen Ideen. Es gibt einfach, glaube ich, also ich glaube schon, dass viel wegfallen wird, weil
einfach so viele krasse Ideen da jetzt draußen, die kann man echt, also ich glaube viele Vollzeit,
also wir Vollzeitdesigner, wir machen ja auch viel, was eben einfach nicht mehr diese krassen
Ursprungsideen haben. Vielleicht muss man sich davon auch mal ein bisschen lösen. Also es gibt
ganz viel, wo man sagt, das habe ich ja jetzt schon, wie ich mit meinem Limited Edition, das mache ich
jetzt ja neu, da habe ich meinen Kopf nicht angestellt, um diese Idee zu bekommen. Da habe
ich zwei Shutterstock gesucht und dieses, da ist halt schon eine ganze Masse an Arbeit, die ich da
nicht mehr machen werde, so, ne, dass da schon was bericht, so wird es auch nicht sein. Und das hat
mich aber auch immer schon auf meinem Beruf gestört, weil ich eben als Designer eben nicht immer jedes
Jahr dasselbe machen will und eben da mal einen Apfel austauschen will oder so. Das war ja schon
immer so ein bisschen, dass ich, also ich will mich persönlich, ich mag es halt, neue Konzepte für
etwas zu entwickeln, da ist es auch egal für etwas. Also da liegt generell mein Skill drin und da ist
es egal, was am Ende bei rauskommt, welches Medium oder so, also es geht mir nicht so darum, aber
schon neue Ideen zu entwickeln und ich glaube, dass das halt noch lange für eine KI ziemlich schwierig
ist. Es wird eher fürs Replizieren gut sein, für etwas, was schon bestehend in irgendeiner Form ist,
aber dass es immer irgendwie weitergedacht werden muss, um das so zu treiben. Also ich weiß nicht,
ob ich das gerade gut formuliere, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass einfach so was komplett
Neues aus so einer KI jetzt erstmal entspringen kann. Das kann ich mir nicht, also, ja.
Wir hatten es bei einem der letzten Podcast-Talks. Ja, ich glaube das nämlich auch, dass das partiell
wegfällt, dass so irgendwie der Umbruch, was wir eben hatten vom Buchdruck und typografisch,
sehr zu Desktop-Publishing und dann zu Webseiten. Also das sind halt eher so Umbrüche technischer
Natur. Die alten Jobs wegfallen oder nicht wegfallen, aber die schrumpfen halt zu so einem, ja das brauchen
wir mal, aber nicht mehr ständig. Absolut. Ich bin ja noch tatsächlich, sei ja der Microsoft,
da hatten wir schon digitale Hilfsmittel, war ja trotzdem noch in den 90er und 00er Jahren so,
man ist mit dem Foto zu jemandem gefahren, der hat es gescannt, der hat dann eine Diskette,
CD oder was auch immer mitgegeben, die hat man eingelesen, das hat man dann wiederum ins
Layout eingebaut. Das hat man auf eine CD gebrannt, der NulliDraft Bordever Wechselfestplatte ist zum
Belichter gefahren, hat die Filme machen lassen, hat sich die Filme eingeguckt, ist mit dem Film
zum Drucker gefahren, so. Das hat nicht alles mit, oh, PDFX3, schau mal. So, und die Druckerei
sitzt irgendwo in Tschechien oder so und nicht mehr um die Ecke, oder? Und das Ganze hat sich
ja einfach auch, das hat keine zehn Jahre gedauert, dann war das weg, der Workflow. Und dafür haben
sich andere rausgebildet, so. Und ich glaube, dass das mit allem gehen wird. Du hast es ja
schon beim Compositing angesprochen, ich glaube zum Beispiel so was wie Food-Fotografie und so,
diese ganzen Koch-Dinger, machen wir mal einen Humus auf einem schwarzen Teller mit einem blauen
Handtuch daneben und einer Kerze und dem und dem. Brauche ich jetzt keinen Fotografen mehr für,
wenn ich ehrlich bin, ne? Ob das jetzt genau das Gericht ist, um zu illustrieren für eine
Koch-Zeitschrift? Ja. Nee, natürlich nicht. Also das muss dann jetzt auch keiner mehr nachkochen,
ne? Und ich glaube, das verschwindet jetzt schon und ist in zwei Jahren gänzlich weg, fürchte ich.
Und da denke ich halt aber nur so lange, das ist nur so lange fein, so lange es alle Stücke schon
gegeben hat, ne? Also sag ich mal, weil der Humus gibt es drzit halt ja auch schon total lange so,
wird jetzt auch in dem neuen Koffergrund ein anderer Humus sein? Wahrscheinlich nicht so und wird immer
irgendwie mit der Scheibe Zitrone serviert, so wie wir es halt kennen, so. Genau. Und keine Ahnung,
hast aber ein krasses andere Idee für ein Kochbuch und du brauchst ein bestimmtes Möbelstück irgendwie
und da holst du dann doch noch mal einen Designer rein, der dieses Möbelstück erst mal machen muss.
Und ich glaube, da trennt sich das dann einfach noch mal so ein bisschen wahrscheinlich, ne? Ja,
genau. Das würde ich nämlich auch so unterschreiben. Es sind viele Sachen, die haben schon an den
bestehenden gelernt, die sehen auch nicht darauf aus. Auch Ratatouille sieht eigentlich immer irgendwie gleich aus. Eine gewisse Ästhetik hat sich auch etabliert,
einmal alles mit hier, wie heißt das? Schieferplatten. Stimmt. Damit die auch schöne Kontraste
darstellen. Die Teller haben immer irgendwie so ein paar Gold- oder Silberbesprenkel und diese Ästhetik,
die mittlerweile selbst das Kochmagazin oder das Umsondes Kochmagazin vom Rewe an der Kasse
halt hat. Sehen ja alle irgendwie gleich aus. Ähnlich wie der Autokatalog oder diese ganzen
Kataloge ja irgendwann nicht mehr von jemandem gesetzt worden sind, sondern mit so Plugins
sich zusammengesetzt haben, automatisiert. Und das ist ja auch kein Job, wo irgendjemand,
glaube ich, traurig drum ist irgendwie. Der war traurig drum, dass er nicht ein halbes Jahr
an dem Autokatalog oder an Warenhauskatalogen gesessen hat. Da war doch niemand traurig drum.
Nee und ich habe das tatsächlich mal gemacht. Ich habe immer ein Praktikum und da war ich super
traurig. Das war für mich richtig so ein Schlag ins Gesicht. Ich habe mal ein Praktikum und ich
dachte, ich komme in eine große Werbeagentur und ich musste aushelfen, nämlich für eine,
war das Marktkauf? Doch, der Supermarkt mit dem gelben Ding und es gibt doch diese...
Gibt es noch einen hier nicht, aber ich weiß, da ist noch eins. Ja, ja. Und es gibt diese Flugblätter, diese
ganz dünnen Papiere, wo die neuesten Feuerwerkskörper oder so, immer dicke rote Preisschilder und das
musste ich mal machen. Und das fand ich ganz, ganz schlimm, weil, wie viel Kreativität hast du? Da
war dann mal ein Angebot, Feuerwerkskörper, du darfst im Hintergrund zwischen drei verschiedenen
Bildern von Feuerwerkskörpern wählen. Sei doch kreativ, wurde mir gesagt. Und ich fand das so
schlimm, weil ich dachte, das war ja 0,0 kreativ. Du hattest super wenig Platz. Du hast einfach nur
Preise geändert nach Briefing. Und das ist ja eine Routinearbeit, auch für viele. Da wurden ja auch
Shootings gemacht und so. Das war viel größer, als man so denkt. Und das ist doch mal super, wenn
sowas ein bisschen unterstützt wird. Weil ich denken würde, das ist keine Leidenschaft von
keinem Designer, das glaube ich nicht. Dann kann man sich mit Dingen beschäftigen, die auch eine
höhere Bedeutung für alle haben. Genießt du das auch jetzt in der Solopreneur, Soloselbständigkeit,
sozusagen, dass du mit deren Kundinnen einfach ganzheitlich erarbeiten kannst? Also nicht wirklich
so, hey, mach mal hier. Hier ist das für die Feuerwerkskörper. Sondern sagen, pass auf,
wir machen erst mal ein Vorgespräch, wir machen einen Workshop. Wir machen das, das, das, das, das.
Und dann gehen wir mal in den Ansatz, wie wir dir ein Visual Branding machen. Ist das für dich
wertvoller jetzt? Viel wertvoller und ich habe das Gefühl, dass meine Arbeit dadurch viel mehr
Wertschätzung bekommt, weil ich eben überall dabei sind und halt sehen kann, was das für ein
großer Feld des Unternehmens irgendwie beibringt, das komplette Branding. Aber womit ich halt eben
nicht so klarkomme, Briefings, ich darf nur einen Miniteil davon wissen und man sperrt mich so ganz
weg so. Und du darfst nur das wissen, du darfst eigentlich gar nicht wofür und gar nicht was wir
damit vorhaben, nur das so. Und es gibt manche, die sind so ein bisschen so, finde ich. Und da
kriege ich ja gar nicht die Tragweite mit, was es für Auswirkungen für wen überhaupt hat. Also ich
habe gar nicht die Möglichkeit zu erfahren, wie wertvoll ist meine Arbeit eigentlich so. Ich mache
nur diesen kleinen Teil. Und das hat mich aufgeregt und ich habe es ganz lange gemacht. Es gab viele
Jobs, die ich so machen musste und das hat mich langfristig eher unglücklich gemacht so. Und in
der Selbstständigkeit eben, das fing aber auch schon an, ehrlich gesagt, in kleineren Agenturen und
das fand ich irgendwie gut auch, in kleinen Agenturen immer dann zu arbeiten, weil man da
eben auch viel mehr mitkriegt so von diesem Gesamtkonstrukt. Wenn du halt in einem Team von
irgendwie 30 Leuten bist, ist es halt noch mal was anderes, wie wenn keine Ahnung, deine Agentur ist
fünf Leute groß oder so und da bist du ja immer Teil von so einem Riesenprodukt und kriegst auch
alles mit so. Und da gibt es ja auch nicht so krasse Hierarchien, dass du so krass aus einem
Prozess ausgestoßen wirst, sage ich jetzt mal. Ja, voll. Ja, ja, das war mehr auch in der
Informations, im Loop, wie man so schön sagt. Ja, genau, im Loop. Ich finde das wichtig. Das ist
doch so. Wie heißt das? So Selbstwirksamkeit ist das so. Das braucht man in allem, finde ich,
oder? Also ich meine, das ist auch tatsächlich, was ja bei uns, ich habe es eben schon so ein
bisschen angedeutet, aber dass wir auch dem Kunden fit sozusagen versucht haben zu definieren,
wie wir arbeiten und was wir wollen und jetzt gar nicht branchen oder so, das jetzt gar nicht.
Und gleichzeitig aber auch definiert haben, was so eine Organisationsgröße für uns ist,
wo wir uns genau so noch drin wohlfühlen, bevor man anfängt. Und weil wir auch zu 100 Prozent
remote arbeiten, hat das ja auch noch gewisse andere Frakturierungspunkte sozusagen. Wo wir
feststellen, dass das so Organisationen in Organisationen sich bilden. Ja, ja. Und dann
wären wir alle nicht mehr glücklich damit. Wir haben so festgestellt, das ist so zwischen zwölf
und vierzehn Leuten. Ach, cool. Okay, und da habt ihr jetzt… Würden wir sagen, so zwischen zehn und
vierzehn Leuten beginnt das so langsam. Es gibt kaum noch Inselwissen und das ist schon angenehmer.
Das hat aber lange gebraucht. Also es hat wirklich ein Jahr gebraucht, bis wir das mal so definiert
haben halt. Okay. Und wenn man ja allen YouTube-Gurus und allem drum und dran glaubt, ist ja, sich dem
Wachstum aktiv zu verweigern, ja die Totsünde. Aber nee, ich finde, ich finde nicht, also wir
arbeiten glücklicher damit. Und Wachstum bedeutet ja immer nicht nur Wachstum von der Zahl der
Mitarbeiter. Dafür haben wir KI jetzt auch, durch die man auch relativ schnell wachsen kann. Aber
das ist ja so ein bisschen das Agenturbingo. Ist ja so, wie viel seid ihr denn? Ja, ja, genau. Ich
hab das auch in einem anderen Podcast mal oder einem anderen Ding erzählt. Tatsächlich ist ja noch
so eine alte Denkweise, was du eben auch so ein bisschen angedeutet hattest. Jetzt halt auch so ein
bisschen, wir sind die größere Agentur, also haben wir den Lied. Ah ja. Nee, ich dachte, es geht darum,
was wir können und nicht, ob wir zwei Leute mehr seid. Naja, voll. Das ist auch schlimm. Wir sind
ja die spezialisierte Agentur dafür und ihr nicht. Ja, vielleicht ganz gut, wenn wir den Kunden das
erzählen würden und nicht über Bande. So stille Posten ist doch nie eine gute Idee. Nee, wenn du so einen
großen Vergleich irgendwie, braucht man da auch nicht. Nee, und das finde ich ist auch so ein Denken
der 90er bis noch Nuller Jahre und Zehner Jahre. Aber ich glaube, es ist schon in der ältesten
Wirtschaftskrise nach 2008 hatte sich das glaube ich schon so langsam. Und ich glaube, man merkt das ja
auch. Also zumindestens höre ich so ein bisschen von Kolleginnen und ich kann es auch so ein bisschen
ablesen an den Initiativbewerbungen, die man bekommt, dass ein Schrumpfungsprozess bei vielen
gerade stattfindet. Ob nun bewusst oder gemusst. Ja, wir haben ja wohl nie erfahrt. Das würde ja
keiner richtig zugeben. Wie du schon eben meintest, Wachstum heißt ja nicht unbedingt personell,
aber das ist so eine alte Denkweise. Aber bevor wir jetzt so uns gegen Engende begeben, ich hab
hier immer noch die Lightning Round. Bist du eher der Morgen- oder der Abendtyp, was Arbeiten angeht?
Der Morgentyp auf jeden Fall. Streckt, ne? Ich hab's eben so ein bisschen rausgehört,
aber ich wollte es jetzt auch nachfragen. Hast du so ein bestimmtes Ritual, was dir so beim
Kreativwerden oder Kreativsein hilft? Irgendwas, was du machst, wo du sagst, das mach ich immer,
bevor ich loslege? Ja, wenn ich wirklich mich, also eigentlich eher so ein Fokus, also wenn ich
kreativ sein brauch, dann Fokus. Kopfhörer auf, die Geräusche unterdrückt und Spotify Deep Fokus
Playlist an. Das sind bestimmte Tone und dann konzentriere ich mich richtig gut. Ja, ich hab
auch eine tatsächlich. Aber das ist auch die, die ich mit dem Newsletter rumschicke, das wirklich
meine. Das ist eine Electronic Focus Playlist. Genau die, die einfach, die bringt mich rein. Die
Frage hast du schon beantwortet. Die brauch ich ja gar nicht zu stellen. Die hast du tatsächlich
schon beantwortet. Das ist immer eine gute Frage. Aber hast du schon mal kreative Blockaden so
regelmäßiger? Und wenn ja, hast du irgendeinen Mechanismus, wo du sagst, wenn ich das mache,
dann komm ich da raus. Ich hab die, wenn ich richtig gestresst bin. Und das passiert mir auch. Also
einmal war ich wirklich so da, das kann ich nicht mehr machen unter diesem, wenn man so Stress hat,
dann, da ist man selbst verantwortlich auch teilweise. Ich will auch nicht so weit ausholen. Und
da kommt man eben auch nur raus, wenn man dann auch mal Feierabend macht. Das ist das Schwierige,
weil man darf eben nicht weiter arbeiten. Und mit sich selber, also ich glaube, da arbeite ich eher
so mit mir, mit sich selber nicht dann so streng zu sein, weil da bringt es nichts, sich unter so
einen krassen Leistungsdruck dann noch zu bringen. So ist einfach so, glaube ich. Ist das Tool eher,
den Step zurück zu machen. Und wirklich, du musst zurücktreten, sonst bringt es nichts,
sonst wird es nur Scheiße. Ja. Ja. Was würdest du sagen? Du hast eben schon das bisschen mit dieser
Maus angedeutet. Vielleicht ist es das vielleicht auch nicht. Aber was war für dich so der, oder
hast du so einen großen Gamechanger im Arbeitsmittel-Workflow-Ding, wo du sagst, als ich das hatte,
danach ging alles viel fluffiger, was ich machen musste. Das habe ich, und das habe ich mir nämlich
mal kaputt gemacht, eher in all meinen Tools eine eigene Werkzeuganordnung. So, und die richtig nach
seinen Bedürfnissen mal anzupassen, sich da mal wirklich hinzusetzen. Das ist dann entspannt,
wenn du deine Werkzeuge suchen musst. Und ich bin nicht so krass im Tastenkürzel. Also ich habe meine
Tastenkürzel, aber es gibt so ein paar Sachen, die ich mir bis heute nicht merken kann. Und da brauche
ich das am Bildschirm. Und ich liebe das, wenn es da alles zu sehen ist. Ja. Das versuche ich auch immer.
Und dann kommt das nächste Adobe-Update. Und dann bin ich auch mal wieder auf diesem Essentials-Rote
dran und so, wo ist jetzt mein Workspace? Ja, ja, ja, ja, ja, genau. Voll falsch. Ja, ja, passiert dir das dann
auch, dass das dann auf einmal weg ist. Und obwohl du es abgespeichert hast, der es einfach nicht macht.
Genau. Und das ist halt das Därfige so. Und das ist mir, glaube ich, dadurch auch mal passiert. Und dann
nervt es dich jedes Mal, wenn du das Programm wieder öffnest und denkst, ach, wo ist das denn? Was ich bis heute
ganz schlimm finde, früher ist man ja, also heute benutzt man ja fast alles aus der Adobe-Collection,
aber früher hatte man ja tatsächlich manchmal noch so als Layout-Programm noch Quark oder
noch was anderes, so Quark Express, so andere Layout-Programme, die andere Tastenkürzel hatten.
Dann musste man sowieso immer irgendwie sich oder anders angeordnet waren. Aber manchmal geht es mir
nämlich wirklich um den Keks, dass Tastenkürzel von Photoshop zu InDesign zu Illustrator nicht
gleich sind. Nee, das verstehe ich auch nicht. Das ist doch das Schlimmste ist und das haben die
erst geändert. Command gleich, InDesign plus also Zoom. Hä? Wann ist das denn passiert? Das ist eine
Sache, die mich bis heute nervt. Ich könnte es ja mal anpassen, aber das ist nochmal eine andere Geschichte.
Genau, dann passt man das an und dann kommt das Update und es ist weg. Und ich finde, das bei,
ich glaube bei InDesign geht es nicht, das Command 0 für alles Anzeigen bei, bei, bei,
ich denke es nicht funktioniert. Bei Illustrator? Wo ist es? Bei einem funktioniert es nicht so.
Es muss der Ziffern-Block sein und wenn du eine kleinere Tastatur hast, hast du den Ziffern-Block,
nicht? Und es funktioniert nämlich mit der Null oben. Ah, okay, okay. Oder du denkst dir so, aber warum, das ist doch auch eine Null?
Und jedes Mal falle ich darauf rein. Ja, aber ja, Werkzeug. Ja, du hast Recht, das so ein bisschen,
ja, das macht man irgendwann unbewusst, dass man sich das zusammenstellt und nicht mehr anders kann,
als das zu haben. Ja, aber so ein physisches Tool, wie die Maus hast du jetzt nicht, würde ich sagen,
würde ich sagen, als ich mir die Tastatur gekauft habe oder das Wacom-Turblett oder so. Nee, nee,
das war eher so gesundheitliche Sache. Ja, okay, gut. Nein, nein. Weitestens so eine auch Workflow,
aber ja. Ach krass, ich muss jetzt an der richtigen Frage suchen. Welcher Umweg, den du so bei deiner
vielfältigen Tätigkeiten, den du genommen hast? Also jetzt wirklich nicht so eine bewusste Entscheidung,
das klang ja eben so ein bisschen raus, dass du das auch oft gesagt hast, das will ich nicht machen,
ich möchte gerne was anderes machen. Aber hast du einen Umweg, also wo du vorher gar nicht wusstest,
dass das was halt sein könnte, was dir so von der Seite reinkam so ungefähr durch ein Kundenprojekt,
durch irgendwas oder so, gab es da irgendwas? Boah, dass ich dann am Ende dann doch zufrieden
war mit dem Ergebnis oder mit dem Projekte? Ja, nee, sowas so, dass du von Kunden gearbeitet hast,
sag mal jetzt so eine Finanztechnik oder eine Finanzbranche und du sagst, also krass,
die brauchen ein Audiziner. Vielleicht wäre das eine Idee. So ein Umweg, den man eher darauf
genommen hat oder weil irgendjemand einem abends irgendwas erzählt hat, von dem man nicht wusste,
dass das existent ist oder so. Gab es da sowas bei dir im Leben? Ja. Boah, ich kann, glaube ich,
gar keine spezifische Sache aufziehen, aber ich glaube, dass das ständig so ist, dass ich,
also ich könnte meinen ganzen Lebensweg, auch wenn es vielleicht von außen so aussieht, ich bin ja
immer nur, sag ich mal, Designer gewesen, theoretisch ist es geradlinig, aber für mich ist das komplett
eine Schlanglinie und dass ich keine nächsten Schritte abkommen sehen. Also den Fünfjahresplan,
der hat jetzt bei mir noch nie irgendwie was funktioniert oder drei Jahresplan konnte ich
noch nie machen. Ich plane bis zum nächsten Jahr irgendwie und dann ist es immer alles anders,
als ich dachte. Ja, hier Planning is Guessing, das ist doch der erste, das ist nicht der erste
Dingens von, ach, wie heißt der noch? Ruby on Raids? Ach, wie heißt der noch? Mann, so ein paar Schweden,
die sowohl eine Coder-Sache machen als auch die, ich glaube... Basecamp? Basecamp, genau. Der hat
doch dieses Buch geschrieben und da ist, glaube ich, der erste Satz Planning is Guessing. Stimmt, stimmt.
Da ist das nicht klar. Da muss ich jetzt nochmal recherchieren und schreib's in die Show notes,
aber ich glaube, das war das. Doesn't have to be crazy at work, das Buch, oder? Genau, ich glaube,
in dem ist das. Ich glaube, diese zehn Dinger ist so Planning is Guessing. Mach, aber seid ihr
bewusst, dass das nicht funktionieren wird. Also, ich hoffe, dass, also wenn wir Budgetpläne aufstellen,
sollten wir mit Guessing sein. Hofft sein. Lebenspläne, so, ne? Ja, absolut. Ja, Fünfjahrespläne sind
auch mal oft genug, das Papier nicht, aber nicht wert, auf dem es geschrieben ist, aber was wir eben
hatten, glaube ich, manche Gedanken sind es wert, einfach mal aufgeschrieben zu werden, damit man
sie aufgeschrieben hat. Voll, voll. Und deshalb, ich plane ja trotzdem noch, das ist es ja nicht.
Würdest du da auch sagen, dass so Learning by Doing für dich im Job größer ist als so eine formale
Nummer? Du hast ja schon auch in UX die Studium nochmal drauf gesetzt. Du hättest dir ja auch
quasi on the go irgendwie beibringen können oder beibringen lassen, was auch immer. Aber
würdest du auch sagen, Learning by Doing ist so ein wichtiges Ding im Job? Ja, ja, total. Und ich
finde, dass so, Studium ist ja extrem formal und da wollte ich mir, glaube ich, auch selber auch ein
bisschen nochmal, also klar wurde man auch einen Lehrplan reingezogen, aber da wollte ich mir selber
auch noch ein bisschen was beweisen, vielleicht auch so, ne? Dass ich vielleicht auch, keine Ahnung,
aber ja auch total viel Psychologie, das war auch teilweise so Interesse halber. Ich würde jetzt auch
nicht mal sagen, dass man das jetzt so unbedingt braucht. Ne, Learning by Doing auf jeden Fall und
wenn man wirklich Bock auf was hat, dann liest man auch sowieso so viele Bücher dazu und so,
ohne dass man da jetzt, das kommt automatisch beim Doing, dass man dann halt was lernt und dann aber
auch Fachwissen sich nochmal aneignet, ja. Ja, hast du natürlich recht mit dem Studium, das ist
natürlich breiter gefächert als nur UX/UI Design und du bringst dann noch andere Sachen bei. Ist
schon fast ein sehr gutes Schlusswort, aber ich will dir jetzt nicht die Worte aus dem Mund nehmen
und nicht das Schlusswort übernehmen. Hast du denn noch was, was du unbedingt loswerden möchtest,
was du unbedingt noch sagen möchtest, beziehungsweise was wir noch nicht erwähnt haben,
was du als nächstes machst, worauf du dich freust, was die Leute sich unbedingt angucken sollen bei
dir, was auch immer. Ja, gerne, also bei mir steht ja extrem viel an der große Umzug nach Barcelona
und Neuausrichtung auch ein bisschen von meiner Selbstständigkeit. Deswegen freue ich mich
natürlich, wenn jemand, wenn alle das mitverfolgen auf LinkedIn und was ich nur jedem empfehlen kann
oder der das hört oder jedem Kreative, neue Sachen auch weiterhin auszuprobieren und sich da nicht so
viel Angst zu haben, was Neues anzufangen, weil man irgendwie denkt, man ist vielleicht zu alt oder
macht eine Sache schon viel zu lang und deshalb nicht wechseln will. Ja, dass man es trotzdem
vielleicht mal ausprobiert. Das würde ich gerne mitgeben. Und es hat mir Spaß gemacht. Ich freue
mich, dass du mich eingeladen hast. Ich glaube, ich beende fast neulich jeden Postkasten mit. Es war
mir ein Fest und es war mir ein Fest. Wunderbar. Nein, wirklich. Vielen Dank, dass du heute dafür
Zeit gefunden hast, gerade auch in der Vorbereitung für den Umzug und eine Neuausrichtung der
Selbstständigkeit. Ich habe auf jeden Fall sehr zu danken dafür. Danke dir. Ich wünsche dir einen
schönen Resttag und hoffentlich nicht zu viel Regen heute irgendwann. Absolut. Ich laufe jetzt
mit meinem Hund eine Runde und wünsche dir auch einen schönen Start in die Woche. Alles klar. Danke
dir. Ciao. Ciao. (Musik)